„Gelebte Freundschaft“ verbindet Wehren

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Székesfehérvárs Feuerwehrkommandant besucht Gmünds Feuerwehr.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd hat am Freitag mit einem kleinen Empfang Székesfehérvárs Feuerwehrkommandant Dávid Viktor Koppán und die 28 Jahre andauernde Freundschaft zwischen den Feuerwehren in Gmünd und Gmünds ungarischer Partnerstadt gewürdigt. Bürgermeister Christian Baron begrüßte den Kommandanten und seine Partnerin Anita gemeinsam mit Gmünds Feuerwehrchef Uwe Schubert und einer Abordnung der Gmünder Feuerwehr sowie CDU-Stadtrat Hannes Barth. Baron erinnerte sich an einen Besuch in Székesfehérvár 1997, als er noch ein Schüler war. Vielleicht, sagte er, seien er und Koppán sich ja damals schon einmal begegnet. Der Gmünder Feuerwehr dankte Baron, dass sie sich inzwischen über Jahrzehnte um die Partnerschaft mit Ungarn bemühe. Er betonte dabei, dass Gmünd und Székesfehérvár nicht nur das Persönliche verbinde, sondern auch „Werte und Überzeugungen“. Und „die europäische Geschichte“. Parallel zu dieser kleinen Feier, sagte Baron, habe Gmünd gerade ein Ankunftszentrum für Flüchtlinge aus der Ukraine eingerichtet. In Notsituationen anpacken, Brände löschen, Menschen retten, das seien die Aufgaben. Diese fänden bei der Feuerwehr einen besonderen Ausdruck. Dass Koppán nun in Gmünd sei, nach seiner Bestätigung als Feuerwehrkommandant für fünf weitere Jahre, sei ein „wunderbares Zeichen“. Er hoffe, dass die Stadt für Koppán zur zweiten Heimat werde.

Die Gmünder seien dankbar, dass Koppán für fünf weitere Jahre als Kommandant der freiwilligen Feuerwehr gewählt sei, sagte Gmünds Kommandant Uwe Schubert und würdigte damit die Zusammenarbeit mit dem ungarischen Kommandanten während der vergangenen fünf Jahre. Die Partnerschaft mit der Feuerwehr von Székesfehérvár seit 28 Jahren sei „nicht nur ein Stück Papier, sondern gelebte Freundschaft“, sagte Schubert und sicherte dem ungarischen Kommandanten weitere Unterstützung zu. Neben der Freundschaft verwies Schuberts Stellvertreter Ralf Schamberger darauf, dass es unter den beiden Wehren auch einen Austausch beim Knowhow gebe. Dieser besteht auch darin, dass Feuerwehrleute bei Besuchen in den Partnerstädten die Wehr vor Ort bei Einsätzen begleiten.

Diese Partnerschaft auf beruflicher Ebene und die Freundschaft auf persönlicher Ebene sah auch Koppán. Ohne Hilfe von Schwäbisch Gmünd könne die freiwillige Feuerwehr nicht arbeiten, sagte und und begründete dies mit Ausrüstungen, die die freiwillige Feuerwehr in Ungarn aus Gmünd bekommen haben. In Székesfehérvár funktioniert die Feuerwehr anders als in Gmünd. Es gibt dort eine Berufsfeuerwehr. Diese wird durch die freiwillige Feuerwehr unterstützt, an deren Spitze Koppán steht. Er sprach deshalb den Gmündern seinen Dank aus. Im GT-Gespräch berichtete er, dass auch in Székesfehérvár zurzeit Flüchtlinge aus der Ukraine ankämen. Aktuell seien es etwa 300. Sie werden zum Beispiel in Sporthallen untergebracht. Bürger würden Hilfe anbieten, sie spendeten Lebensmittel. Koppán verwies aber auch darauf, dass Ungarn als Nachbar direkt neben der Ukraine liegt, eine Bedrohung spürt und auf die Nato vertraut. ⋌Michael Länge

In dieser Zeit ist Freundschaft wichtig.“

Dávid Viktor Koppán, Kommandant Székesfehérvár

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