Staufersaga: „Gemeinsam geht‘s durch die Zeit“

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„Momente der Staufersaga“, so der Titel der Reise, deren Premiere am Mittwoch die Bühne im Remspark in ein lebendiges und farbenreiches Geschichtsbuch verwandelt.
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Im Remspark entführen mehr als 500 Ehrenamtliche in die „Momente der Staufersaga“. Eindrücke von der Generalprobe und der Premiere.

Momente der Staufersaga

Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd.
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd. © Marius Bulling
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd.
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd. © Marius Bulling
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd.
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd. © Marius Bulling
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd.
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd. © Marius Bulling
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd
Europäische Staufertage 2022: Eine zauberhafte Zeitreise in Gmünd © Jason Tschepljakow

Schwäbisch Gmünd

Ein schnöder Staubwedel, den die kleine Bea mit dem Holzschwert ihres Bruders Philipp (Fanny und Valentin Schaumann) kreuzt, den schwarz-gelben Papppiraten (Pat Mueller) im Blick. Neben ihm die in Teilzeit erziehungsberechtigte Tante Ann-Cathrin (Mona Zink) die „schon wieder“ Pizza bestellt. Eine Alltagsszene aus dem Hier und Jetzt ist es, mit der die aufregende und phantasievolle Reise durch die Zeit beginnt und bei der weit mehr als Holzschwerter und Staubwedel zu sehen sind. „Momente der Staufersaga“, so der Titel der Reise, deren Generalprobe am Dienstagabend und Premiere am Mittwoch die Bühne im Remspark in ein lebendiges und farbenreiches Geschichtsbuch verwandelt.

Wer kommt da nicht ins Staunen? Die Fülle an prachtvollen Gewändern, anmutigen historischen Tänzen, Kampfkunst, halsbrecherischer Akrobatik und Livemusik mit Instrumenten aus vergangenen Zeiten lässt sich wohl kaum noch überbieten. Möglich gemacht wurde diese Fülle von 531 Ehrenamtlichen, die mit der Regie von Gerburg Maria Müller, Pat Mueller und Michael Schaumann alle an einem Strang ziehen.

Zunächst aber bestimmt das Geschehen nur der schwarz-gelbe Papppirat, der zwar kein Pirat, aber eben auch kein Bote ist. Es ist der Zeitreisende Felix Unruh. In einem kleinen, unscheinbaren Päckchen hat er der Familie Schmied und den Nachbarskindern ein Einhorn-Amulett mitgebracht. Schnell wird klar, nur „zusammen, zusammen geht‘s durch die Zeit“. Diese Beschwörungsformel mit dem Amulett funktioniert also nur, wenn alle gemeinsam mitmachen. Generationenübergreifend. Gemeinschaft, Zusammenhalt, Freundschaft und Einheit trotz Vielfalt ist der rote Faden, der sich auch durch die von Pat Müller neu geschriebene „Momente“-Geschichte um die Familie Schmied zieht. 

Große Staufersaga-Bilder

An den großen „Staufersaga“-Bildern mangelt es auch dieser nicht. Zurück geht es im Lichtwirbel in die Anfänge der Dynastie ins Jahr 1046 ans Remsufer zum Riesgrafen, der eine Liebelei mit einer Frau aus dem Volk hat - was nicht historisch verbrieft ist, aber saftig erzählt wird. Wäscherburg, Belehnungszeremonie, die erst siebenjährige Agnes von Waiblingen als Braut - die Reisenden aus der Zukunft sehen solcherlei Zeitgeschichte durchaus kritisch, aber immer mit Witz. Ann-Cathrin etwa will die Kinderehe melden, doch es fehlt der Sendemast fürs Handy im Jahr 1079. Hoch oben auf einem Turm aber thront dafür in der Dämmerung drohend der Papst (Michael Schaumann), der das Machtstreben und den Zwist der Könige und Kaiser der Staufer-Dynastie kritisch beäugt und warnt: „Sieh Dich vor, Barbarossa.“ Die Zeitreise-Familie trifft derweil auf ein mittelalterliches Gegenstück und gerät beim Mainzer Hoffest in die Bredouille und zwischen die Fronten.

Hautnah erlebbar sind die Aufzüge von Rittern, Kriegern und Bogenschützen, von stolzen Herrschern mit blank polierten Kronen, Adeligen, edlen Frauen und ihrem Gefolge für das Publikum. Immer wieder schreiten die Stände durch die Mittelreihe auf die Bühne, die fellgesäumten Ränder der smaragdgrün oder purpurn schimmernden Samtumhänge fast mit Händen greifbar. Mal säumen Ritter auf Pferde die Bühne, mal Leprakranke, deren bleiche Fetzenhaut-Kleider im Abendwind flattern, während sich die Röcke der Hübschlerinnen im Tanz rasant drehen. Mit dabei sein können auf der Bühne dank der Feiern zu den Städtepartnerjubiläen auch eine Tanzgruppe aus der ungarischen Partnerstadt Székesfehérvár und die Fahnenschwinger aus Faenza.

„Groß Werk braucht Einigkeit“, heißt es auch bei den „Momenten der Staufersaga“, die mit ihrer Geschichte diese Botschaft ganz großartig vermittelt.

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