Geplant in Gmünd: sein Solardach selber online konfigurieren

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Symbolbild PV-Anlage
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Stadtverwaltung will den Bürgern eine Planungssoftware für Photovoltaik-Anlagen bieten.

Schwäbisch Gmünd. Was gibt das eigene Dach her, falls man eine Photovoltaik-Anlage draufpackt? Eine schnelle Antwort auf die Frage soll es bald auf der Homepage der Stadt und der Stadtwerke geben. Gut 32  000 Euro will die Gmünder Stadtverwaltung dafür investieren – so viel kostet die Software von „greenventory“ für ein modernes Solardachkataster. Der Bau- und Umweltausschuss des Gmünder Gemeinderats wird sich mit dem Thema am kommenden Mittwoch beschäftigen.

Das Solardachkataster gibt es seit zehn Jahren. Es ist ein Stadtplan im so genannten Geoportal der Stadt, auf dem alle Häuser zu sehen sind - mit der Besonderheit, dass dort unter anderem die verwertbaren Dachflächen für Solarmodule verzeichnet sind. Bis jetzt kann jeder Hausbesitzer dort nachschauen, wie effizient sein Dach bei der Montage einer Anlage wäre, unterteilt in sieben Effizienzklassen von null bis hundert Prozent. Allerdings sind die Daten nicht mehr aktuell, die Dächer von Neubauten aus den letzten Jahren sind grau eingezeichnet, deren Energieeffizienz ist also nicht abrufbar.

Wie viel Leistung ist möglich?

Das soll sich ändern nach dem Plan der Stadtverwaltung, und es sollen neue Funktionen dazukommen. Hausbesitzer können dann ihr Dach ähnlich konfigurieren wie ein Autokäufer einen Neuwagen im Internet. Neben der Bewertung jedes Hausdachs wird gleich eine Platzierung von Modulen vorgeschlagen, man kann den individuellen Strombedarf in die Planung mit einfließen lassen und man kann ablesen, wie viel an elektrischer Leistung als Ertrag vom eigenen Dach zu erwarten wäre. Wer möchte, soll sich künftig mit einem weiteren Klick direkt an eine Beratungsstelle wenden können – die Stadtwerke oder das Energieberatungszentrum des Ostalbkreises.

Potenzial für Stadtteile messen

Die Stadt selbst verspricht sich auch Vorteile von einem modernisierten Kataster: Zum einen, weil die Verwaltung für ihre Projekte der Gebäudesanierung ein präzises Instrument zur Planung von PV-Flächen bekommt. Und weil gezielt das Potenzial zur Energieerzeugung für bestimmte Stadtteile oder Ortsteile berechnet werden kann. „Somit entsteht eine Transparenz des Vorort-Potenzials für PV-Anlagen“, argumentiert die Verwaltung. Bernd Müller

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