Gibt es bald Photovoltaik an der B 29?

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Symbolfoto

Die Stadtwerke Gmünd, Weinstadt und Schorndorf wollen Photovoltaik-Anlagen entlang der B29 errichten.

Schwäbisch Gmünd. Drei Stadtwerke an der B 29 wollen die Kräfte für mehr Photovoltaik (PV) bündeln. Anlass ist die Initiative des Landes für mehr Photovoltaik an Bundes- und Landesstraßen. Flächen an Verkehrswegen bieten demnach ein wichtiges Potenzial zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Das Land stellt mit der „Initiative für mehr Photovoltaik an Bundes- und Landesstraßen“ ungenutzte Flächen entlang der Bundes- und Landesstraßen interessierten Energieversorgern zu Installation und Betrieb von PV-Anlagen zur Verfügung.

Gemeinsam haben sich die Stadtwerke Weinstadt, Schorndorf und Gmünd für Projektflächen entlang der B 29 beim Ministerium für Verkehr in Baden-Württemberg beworben. Zuvor haben die Geschäftsführer der drei Stadtwerke eine Absichtserklärung unterzeichnet, in welcher die Stadtwerke Weinstadt, Schorndorf sowie Schwäbisch Gmünd die gemeinsamen Pläne für eine landkreisüberschreitende Zusammenarbeit beim Ausbau der Photovoltaik bekräftigen. Die beteiligten Stadtwerke erörtern aktuell die wirtschaftlich und technisch umsetzbaren Erschießungsmöglichkeiten für PV-Anlagen entlang der B 29 im Remstal.

Photovoltaik an drei Abschnitten

Auf der insgesamt 45 Kilometer langen Strecke zwischen Fellbach und Gmünd werden vorerst drei Abschnitte genauer betrachtet. Neben einem rund vier Kilometer langen Stück bei Weinstadt sind zwei weitere Abschnitt mit jeweils rund drei Kilometern Länge in Schorndorf und Gmünd Gegenstand der Analyse. Darüber hinaus ist ein Ziel der Kooperation, weitere Energieversorger und Stadtwerke entlang der B 29 zu einem durchgängigen Umsetzungskonzept zu gewinnen. Für die PV-Module könnten vorhandene Lärmschutzwände genutzt oder eine Solarwand längs der B 29 installiert werden. Zusätzlich berücksichtigt die Bewerbung die Bereiche der Ein- und Ausfahrt-Nebenflächen. Das Potenzial liege nach ersten Berechnungen bei mehr als fünf Megawatt Peak. Damit könnten mehr als 2000 Zwei-Personen-Haushalte mit Strom ganzjährig versorgt werden. Auch über den Bau von Dachkonstruktionen über der Straße zur Installation von PV-Modulen wird nachgedacht, jedoch bedarf dies laut der Stadtwerke einer umfangreicheren Analyse.

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