Glasfaser für sechs Gmünder Schulen

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Die roten Glasfaserkabel sind bereit zum Verlegen, die Vertreter der Schulen und der Stadt Gmünd freuen sich: Als erste sind HBG (im Hintergrund) und Parler-Gymnasium, die Schiller-Realschule und St. Josef dran, außerdem das Scheffold-Gymnasium, die Adal
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Sieben Schwäbisch Gmünder Schulen werden bis Mai ans Glasfasernetz angeschlossen  - weitere Schulen sollen 2023 folgen.

Schwäbisch Gmünd

Eine Videokonferenz von der Schule aus führen? Das war nicht möglich für die Lehrerinnen und Lehrer des Scheffold-Gymnasiums während der Schulschließungen im vergangenen Jahr – die Datenleitung war nicht leistungsfähig genug. Also musste von zuhause aus unterrichtet werden.  Fürs Scheffold und sechs weitere Gmünder Schulen sind solche Probleme bald Vergangenheit. 200000 Euro investiert die Stadt, um mit Glasfaserkabeln schnelles Internet für die Schulen zum Standard zu machen. 90 Prozent der Kosten tragen Bund und Land aus so genannten Breitbandförderprogrammen. Versorgt werden das Strümpfelbach-Schulzentrum in Bettringen, also die benachbarten Schulen Scheffold-Gymnasium, Adalbert-Stifter-Realschule und die Waldorfschule sowie die nahe beieinander liegenden großen Innenstadtschulen Parler-Gymnasium, Hans-Baldung-Gymnasium, Schiller-Realschule und St. Josef. 

Es soll nur ein erster Schritt sein. „Unser Ziel ist es, jede Schule mit Glasfaser anzuschließen, aber Stück für Stück“, sagt Gmünds Erster Bürgermeister Christian Baron.  Eine zweite Tranche werde, „wenn alles gut läuft“, etwa in einem Jahr folgen, so Baron. Die Auswahl der nun drankommenden Schulen sei nach einigen Kriterien erfolgt: „Wir versorgen zuerst weiterführende Schulen, weil dort der Bedarf höher ist als an Grundschulen.“ Außerdem seien Schulen gewählt worden, die nah beieinander liegen und eine jeweils große Zahl an Schülern haben. 

„Eine tolle Nachricht“ sei das für die Schulen, sagt Bernd Gockel, der geschäftsführende Schulleiter der Gymnasien. „Wir haben in den letzten zwei Jahren leidlich erfahren, was es bedeutet, schnelles Internet zu vermissen.“ Wenn die Technik schließlich vorhanden sei, „dann fängt unsere Arbeit an: Wir müssen schauen, wie wir die zwei Bereiche Präsenzunterricht und digitale Möglichkeiten verbinden.“

Die hellroten Kabel, die in Gmünd verlegt werden und etwa so dick sind wie ein einfacher Fahrradreifen, sind heutzutage Stand der Technik, um schnell große Datenmengen zu übertragen. In der Haußmannstraße vor dem HBG liegt künftig die gleiche Technik wie im Atlantischen Ozean zwischen Europa und Amerika. „Die Unterseekabel sind alles Glasfaserkabel“, sagt Yannick Kühnhöfer von der GmündCom. Die Stadtwerke-Tochter wird das Netz für die Gmünder Schulen betreiben. Die Schwäbisch Gmünder Schulen werden mit ihren Glasfaseranschlüssen Gigabit-Geschwindigkeiten von 1.000 Mbit/s und mehr zur Verfügung haben, versichert Kühnhöfer. „Es ist eine Investition in die Zukunft der Stadt Schwäbisch Gmünd“, sagt Klaus Arnholdt, der Leiter des Schul- und Sportamts. 

Falls das neue Netz schon zur Verfügung steht, wenn Ende April und Anfang Mai die Abiturprüfungen beginnen, wird es auch einer schon gängigen Praxis zugute kommen. „Die Prüfungsaufgaben bekommen wir online“, sagt  HBG-Rektor Veit Botsch. „Da wäre es gut, wenn man eine stabile Verbindung hat.“

Ziel ist es, jede Schule mit Glasfaser anzuschließen“.

Christian Baron,, Erster Bürgermeister
  • Glasfaserkabel - die Technik
  • Glasfaserkabel setzen sich aus Bündeln vieler einzelner Fasern aus Quarzglas zusammen. „Jede einzelne Glasfaser ist so dick wie ein Haar“, erklärt Yannick Kühnhöfer vom Netzbetreiber GmündCom. Die Signale werden nicht wie beim Kupferkabel über Elektronen übertragen, sondern durch Photonen - und dadurch mit Lichtgeschwindigkeit.

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