Glühwein nach dem Frühjahrsputz

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Frühjahrsputzete am Salvator.
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Der ehrenamtliche Arbeitseinsatz am Samstag war wegen des Wintereinbruchs reduziert. Am Mittwoch wird die Säuberung des Wallfahrtsorts fortgesetzt.

Schwäbisch Gmünd

Es hat gerade Mal null Grad auf dem Thermometer. Die Schneeflocken werden vom Wind verblasen und kommen quer. Ungemütlicher geht es kaum noch. Jeder, der nicht unbedingt raus muss, bleibt lieber drinnen im Warmen.Aber nicht so am Fuße des Salvators. Dort wurde am Samstagmorgen ein Berg mit abgeschnittenen Ästen immer höher. Dabei handelte es sich um Totholz, das professionelle Baumkletterer im Auftrag der katholischen Kirche in den vergangenen Tagen entfernten. Um Kosten zu sparen, hatten die Salvatorfreunde im Vorfeld signalisiert, dass sie diese abgesägten Äste eigenhändig hinuntertragen werden - als eine der vielen Aufgaben, die beim alljährlichen Frühjahrsputz vor der Karwoche auf der Agenda stehen.

Die meisten wieder nach Hause geschickt.“

Werner K. Mayer,, Sprecher der Salvatorfreunde

„Heute morgen hab‘ ich die meisten wieder nach Hause geschickt“, erklärt Werner K. Mayer als Sprecher des Freundeskreises. Zu unwirtlich war das Wetter,zu groß die Gefahr eines Sturzes an den Hängen des Salvators. Und Unrat, den unliebsame Zeitgenossen über die Wintermonate dort achtlos wegwarfen, sah man ohnehin nicht unter der frischen Schneedecke. „Somit sind wir heute nur zu acht“, zählt Mayer durch. Diese tapferen Mannen machten sich ans Werk, das abgeschnittene Totholz hinunterzutragen, wo es dann auf Anhänger geladen werden konnte. Mittendrin auch Oberbürgermeister Richard Arnold in Arbeitskleidung. „Einfach klasse, wie sich die Felsenbühne entwickelt“, zeigte er sich begeistert darüber, dass aus der einstigen „Rumpelkammer ein richtiges Kleinod mit großem Raum geworden ist“. Im Geiste sieht er dort schon Konzerte und Ausstellungen stattfinden. Viel Arbeit haben die Salvatorfreunde in das Herrichten der Felsenbühne gesteckt. „Jetzt konnte die Figur Maria Selbdritt dort aufgestellt werden. Damit ist sie vor der Witterung geschützt“, freut sich Werner K. Mayer.

22 Einsätze

Die Salvatorfreunde blicken auf ein arbeitsreiches Jahr 2021 zurück. „Wir hatten insgesamt 22 Arbeitseinsätze“, so Mayer . Allerdings konnte Corona-bedingt kein klassischer Frühjahrsputz stattfinden. „Aber jetzt wieder“, freut er sich. Wobei der Schneefall bermst. „Wir werden uns am kommenden Mittwoch wieder hier treffen. Dann können auch die Zigarettenkippen, Papierchen und ähnlicher weggeworfener Müll vom Gelände entfernt werden“, kündigt er an. Schließlich soll sich der Salvator in der Karwoche blitzblank herausgeputzt präsentieren.

Während des Gesprächs werden immer wieder Arme voll Geäst am Fuß des Salvators abgeladen. Ob ihnen kalt ist, wird gefragt. Und die tapferen Mannen schütteln den Kopf. Flexibel hat sich Werner K. Mayer auch bei der Verpflegung gezeigt. „Heute gibt es eben Glühwein nach getaner Arbeit“, sagt er. Der Oberbürgermeister wiederum wird sich nach dem Einsatz um sein Auto kümmern. „Ich bin festgefahren, hatte schon die Sommerreifen aufmontieren lassen“, erzählt er.

Frühjahrsputzete am Salvator.
Frühjahrsputzete am Salvator.
Frühjahrsputzete am Salvator.
Frühjahrsputzete am Salvator.
Frühjahrsputzete am Salvator.
Bei Schneetreiben starteten die Mitglieder des Freundeskreises am Samstag ihren Frühjahrsputz am Salvator, um den Wallfahrtsort für die Karwoche herzurichten. ÌFoto: Jan-Philipp Strobe

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