Gmünd 2022: Innenstadt, Gemeinschaft, Jobs und Klima sind im Fokus

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Die Stadtgemeinschaft, der Technologiepark Aspen, das Woha-Areal und die Innenstadt und der Klimaschutz mit dem Amt für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz sind für Oberbürgermeister Richard Arnold die „Überthemen“ für Gmünd im Jahr 2022.
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Was aus der Sicht der Stadtspitze im angebrochenen Jahr für die Stadt Schwäbisch Gmünd wichtig ist.

Schwäbisch Gmünd

Es sind vier Themen, die Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold besonders umtreiben, wenn er über das angebrochene Jahr 2022 nachdenkt: der Technologiepark Aspen, die Innenstadt, der Klimaschutz und die Stadtgemeinschaft.

Der Technologiepark Aspen, sagt der Oberbürgermeister, ist eine Chance, den Standort und damit Arbeitsplätze zu sichern. Auf 42 Hektar Fläche (inklusive 14 Hektar Grünfläche) zwischen Gügling und Bargau will die Stadt ein klimaneutrales Gewerbegebiet entwickeln, in dem unter anderem Unternehmen der E-Mobilität oder Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik angesiedelt werden sollen. Daran hingen auch andere Unternehmen, die bereits auf dem Gügling angesiedelt seien, sagt Arnold. Und er nennt die Chefs von voestalpine, die darauf drängen, dass Aspen schnell kommt. Davon, ist Arnold überzeugt, würden alle profitieren.

"Mit dem Klimaschutz ist es mir sehr ernst."

Richard Arnold, Gmünds Oberbürgermeister

Auf die Innenstadt legt der Oberbürgermeister ein besonderes Augenmerk. Corona habe die Entwicklung der Innenstadt beschleunigt, sagt Arnold und meint damit Leerstände und eine hohe Fluktuation beim Handel im Zentrum. Und mehr Online-Handel. „Wir müssen die Innenstädte neu erfinden“, sagt deshalb der Oberbürgermeister. Dabei spiele das seit Jahren leer stehende Woha-Gelände eine große Rolle. Allerdings könne die Stadt nur machen, was der Eigentümer mitmacht. Nachdem die über Jahre offenen Eigentumsverhältnisse nun geklärt sind, ist die Stadt mit dem jetzigen Eigentümer im Gespräch. „Wir treffen uns regelmäßig mit ihm“, sagt Arnold. Vorstellbar sind hier Handel, Gastronomie, Wohnen und Dienstleistungen. Neben dem Woha-Areal zählt das Stadtoberhaupt auch die Schmiedgassen zu den Punkten, die für die Innenstadt von Bedeutung sind. Deren Entwicklung soll weitergehen, nicht zuletzt mit der Suche nach einer Antwort auf die Frage, wie dort der Öffentliche Personennahverkehr geregelt werden könne. „Wollen wir wirklich die Busse aus der Stadt haben anstatt vor der Haustür“, fragt da der OB. Nicht zuletzt schlägt der OB eine „Dating App“ für Leerstände vor, eine Art Kontaktbörse für Ladenbesitzer und Händler. Die einen bieten Flächen, die anderen sagen, was sie suchen.

Mit dem Klimaschutz ist es dem Oberbürgermeister nach eigenem Bekunden ernst. „Wir wollen hier Fortschritte erzielen“, sagt Arnold. Deshalb habe die Stadt für Klimaschutz und Klimaanpassung ein eigenes „veritables Amt geschaffen“, das Amt für nachhaltige Entwicklung und Klimaschutz mit Franka Zanek an der Spitze. Dies, sagt der OB, sei eine „große Aufwertung des Themas“, andere Verwaltungen hätten gerade mal eine Stabsstelle geschaffen. Fragen des Klimaschutzes sollen über dieses Amt in andere Bereiche einbezogen werden, ob nun im Tiefbau oder in Verkehrsfragen. Was dem OB dabei wichtig ist: dass die Aktivitäten dieses Amtes nicht als Verbot rüberkommen, sondern sie sollen „gefallen“. Arnold wünscht sich dafür viel Bürgerbeteiligung. Denn Klima ist „mehr als nur Stadtplanung“. Nicht unerwähnt lassen will der OB aber: „Politik ist auch ein Prozess der Abwägung.“ Was Arnold damit meint: Der Klimaschutz ist nicht allein entscheidend, wenn es zum Beispiel um die Ansiedlung von Unternehmen und Arbeitsplätzen geht.

Stadtgemeinschaft leben, das ist dem OB seit Beginn seiner Amtszeit 2009 ein großes Anliegen. Alle würden die Gemeinschaft suchen, das Digitale ersetze sie nur bedingt, sagt Arnold. „Die Menschen wollen Begegnung, sie wollen sich treffen, sie wollen sich sehen“, formuliert der OB, wie er die Bürger nach fast zwei Jahren Pandemie wahrnimmt. Der Wochenmarkt als Treffpunkt, als Kommunikationsort sei das beste Beispiel. Er erfülle das Grundbedürfnis der Menschen, Gemeinschaft zu spüren. Dafür brauche es eine attraktive Innenstadt. Sie befriedige das Bedürfnis nach Gemeinschaft und sei damit „eine Grundvoraussetzung für eine lebendige Demokratie“.

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