Gmünd bietet Hilfen für Flüchtlinge aus der Ukraine

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Menschen aus der Ukraine berichteten im Gmünder Gemeinderat über die Lage in ihrem Land.
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Menschen berichten im Gemeinderat über die Lage in ihrem Land. Benefizkonzert am 19. März.

Schwäbisch Gmünd. „Das Undenkbare ist Wirklichkeit geworden.“ So beschrieb Oberbürgermeister Richard Arnold am Mittwoch zu Beginn der Gemeinderatssitzung, dass durch die russische Aggression in der Ukraine der Krieg wieder nach Europa zurückgekehrt ist. Gmünd sei auch für die Menschen, die vor diesem Krieg flüchten müssen, ein „sicherer Hafen“.

Für diese Hilfe dankten Ukrainer, die derzeit schon in Gmünd sind: Austauschschüler aus Kiew, die momentan am Landesgymnasium für Hochbegabte sind, ebenso wie Menschen, die mit einer Flüchtlingsgruppe im Schönblick angekommen sind. Eine der Geflüchteten berichtete anhand von Videoaufnahmen von der anstrengenden Reise nach Gmünd. Eine Austauschschülerin erzählte von Verwandten, die nach wie vor in der Ukraine sind. Eine andere Schülerin sagte, dass ihre Familie auch russische Wurzeln habe. Es bestehe kein Hass zwischen den beiden Völkern, dieser Krieg sei „einfach Politik“.

Aus Warschau war der Sitzung Olga Geraschenko zugeschaltet. Sie arbeitet bei der Weleda und bringt derzeit immer wieder Hilfsgüter in den Osten der Ukraine. Ihre Eltern leben in der Nähe von Charkiw Sie versorge die Menschen, die dort unter den russischen Angriffen leiden, zum einen mit Sachspenden wir warmer Kleidung oder Iso-Matten. Zum anderen sei sie dankbar für Geldspenden, mit denen sie Medikamente kaufe, die sie zu Kliniken und Kranken dort bringe.

OB Richard Arnold berichtete, dass immer mehr Geflüchtete in Gmünd ankommen, „die wir aufnehmen und unterbringen“. Rund 100 Flüchtlinge seien derzeit bei der Stadtverwaltung registriert, andere privat untergekommen. Inzwischen seien auch schon eine ganze Reihe von Hilfsangeboten auf die Beine gestellt worden.

Bei einer Telefon-Hotline, die die städtische Wohnungsnothilfe eingerichtet hat, seien mittlerweile 107 Wohnungen angeboten worden.

Bosch AS stelle Räume in der Lorcher Straße zur Verfügung, in denen ein Willkommen-Center eingerichtet werden soll.

In der Werrenwiesenstraße, wo der Kreis Wohnraum für Ukraine-Flüchtlinge einrichtet, sollen bei Bedarf noch Container aufgestellt werden.

Die VHS bietet für Menschen aus der Ukraine einen Schnellkurs „Ankommen in Deutschland und in Gmünd“.

Firmen und Privatleute beteiligen sich an einem Patenschaftsprogramm.

Die Stadt hat ein Spendenkonto für die Ukraine-Hilfe eingerichtet: DE75 6145 0050 0440 0001 41, Stichwort: Flüchtlingsfonds VK-RECH-G-029071.

Die Gmünder Musikschule organisiert für Samstag, 19. März, ab 18 Uhr ein Benefizkonzert im großen Saal des Prediger, bei dem auch Musiker aus Russland und der Ukraine mitwirken.

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