Gmünd braucht einen Wärmeplan

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Gmünds Innenstadt/Archivfoto

Das Land verpflichtet die Stadt zur Planung – mit rund 80000 Euro Kosten wird gerechnet.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd braucht einen Plan: Bis Ende 2023 sind Städte in Baden-Württemberg verpflichtet, einen „kommunalen Wärmeplan“ zu erstellen. Teil eins eines solchen Plans ist die Ist-Analyse: Wie groß ist der aktuelle Bedarf an Heizenergie, über welche Infrastruktur wird Wärme erzeugt und wie ist die Energie- und Treibhausgasbilanz.

In die Zukunft richtet sich die Frage, wie Erneuerbare Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Abwärme zum Einsatz kommen können. Auch die Möglichkeiten zur Sanierung von Gebäuden, um den Energieverbrauch zu reduzieren, sollen dort aufgelistet werden. Am Ende sollen so genannte „Zielszenarien“ zur zukünftigen Entwicklung des Wärmebedarfs für 2030 und 2050 erarbeitet werden.

Den Stadträten im Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderats will die Verwaltung am kommenden Mittwoch die Kosten für einen solchen Plan aufzeigen: Für Erstellung eines kommunalen Wärmeplans für Schwäbisch Gmünd liegt unter anderem das Angebot eines Planungsbüros über etwa 61 000 Euro vor. Zudem sollen die Stadtwerke als Dienstleister für die Projektsteuerung und als Ansprechpartner für das zu beauftragende Büro beauftragt werden – Kosten 20000 Euro.

Land verlangt, Land zahlt

Zur Planung ist die Stadt Gmünd verpflichtet – wie alle Kommunen im Land mit mehr als 20000 Einwohnern. Der kommunale Wärmeplan ist auch Teil des Klimaschutzkonzepts der Stadt Schwäbisch Gmünd, der selbst ernannten Gut-fürs-Klima-Stadt.

Das Land verlangt nicht nur, es bezahlt auch: Für die Erstellung des Wärmeplans erhält die Stadt seit 2020 bis 2024 eine jährliche Zuweisung von 12000 Euro plus 19 Cent je Einwohner, was für Schwäbisch Gmünd etwa 23500 Euro pro Jahr ergibt.

Die gesetzliche Grundlage dafür ist das „Klimaschutzgesetz“ von Baden-Württemberg, das den gesetzlichen Rahmen für die Klimaschutzpolitik des Landes bildet. Ein Baustein, um die Klimaschutzziele zu erreichen, ist die kommunale Wärmeplanung.

Schmiedgasse und Tiny Houses

Im Bau- und Umweltausschuss wird es am Mittwoch auch im die weitere Entwicklung des Schmiedgassen-Projekts gehen, außerdem ist die Entwicklung von Baugebieten für so genannte „Tiny Houses“ ein Thema.

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