Gmünd ein Vierteljahrhundert lang in Stuttgart vertreten

  • Weitere
    schließen
+
Bilder aus 25 Jahren: Dr. Stefan Scheffold mit Landrat a.D. Klaus Pavel, als 60er in Gmünd, mit Verkehrsminister Winfried Hermann und, mit seiner Frau Barbara, mit Richard Arnold, Susanne Eisenmann, Thomas Strobl, Dieter Schulte und Rudolf Böhmler.
  • schließen

Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Stefan Scheffold beendet in diesen Tagen seine politische Arbeit im Landtag. Ein Rückblick.

Schwäbisch Gmünd

An die Anfänge erinnert er sich noch gut: Damals, 1996, kurz nachdem die Gmünder Dr. Stefan Scheffold erstmals direkt in den Landtag wählten, sollte Gmünds Landwirtschaftsamt geschlossen werden. „Das war gleich relativ aufregend“, sagt Scheffold, der damals zügig das Gespräch mit Ministerpräsident Erwin Teufel suchte. In Gmünd nahm Scheffold zu jener Zeit eine Stimmung wahr, dass aus der Stadt alles abgezogen werde. In 25 Jahren aber, sagt er im Rückblick, „ist nichts abgezogen worden“. Im Gegenteil: Der Jurist kann heute auf viele Spuren verweisen, die er mit seiner eher ruhigen und unaufgeregten Arbeit in Stuttgart für Gmünd hinterlassen wird. Die größten sind gewiss seine Beiträge zu den beiden Gartenschauen 2014 und 2019 und zum Bau des Einhorn-Tunnels. Die Zusage im Jahr 2003 zur weitgehend vom damaligen Baubürgermeister Hans Frieser entwickelten Landesgartenschau sei ein „Riesenpunkt“ für den Bau des Gmünder Tunnels gewesen, erinnert sich Scheffold. Denn ohne den Tunnel hätte die Gartenschau nicht verwirklicht werden können. Gleichzeitig sei das „Jahrhundertprojekt Gartenschau“ eine Chance für Gmünds Entwicklung und die Belebung der Innenstadt gewesen. Die Stadt erhielt vom Land nicht nur die üblichen vier Millionen für die Gartenschau, sondern Fördermittel aus unterschiedlichsten Töpfen. Gartenschau-Investitionen, der Tunnel und private Investitionen machten damals insgesamt etwa 500 Millionen Euro aus. Fünf Jahre später nur: Mehr als die Hälfte der Remstal-Gartenschau 2019 habe sich auf dem Gebiet seines Wahlkreises abgespielt, nennt der Abgeordnete einen weiteren Meilenstein.

Schaut er jedoch zurück, schaut er nicht nur auf Gartenschauen: Dass Gmünd im Unipark nach dem Abschied der Maryland Universität ein Hochbegabten-Gymnasium bekommen hat, ist mit sein Verdienst. Dass im Unipark eine Sporthalle für Gmünds Spitzensportler finanziert und gebaut werden konnte, auch. Schwer wiegt für Stefan Scheffold die Sicherung der Pädagogischen Hochschule. Deren Schließung sei immer wieder im Gespräch gewesen. Dass sie blieb, bewirkte Scheffold im Zusammenspiel mit dem damaligen PH-Rektor, Professor Dr. Manfred Wespel. Zusammen erreichten sie, dass in Gmünd heute nicht nur Grund- und Hauptschullehrer, sondern auch Realschullehrer ausgebildet werden.

Neben unzähligen Straßenbaumaßnahmen - eine der wichtigsten ist gewiss die Ortsumgehung für Bargau - nennt Scheffold das Gewerbegebiet Gügling nahe seinem Wohnort Bettringen als weiteren Schwerpunkt seines Engagements für Gmünd in Stuttgart. Die Erschließung des dritten Bauabschnitts dieses Gewerbegebietes habe das Land im Jahr 2006 mit 3,1 Millionen Euro gefördert, „die bis zu diesem Zeitpunkt größte Fördersumme aus Mitteln des Entwicklungsprogrammes Ländlicher Raum, die je in Baden-Württemberg ausgezahlt wurde“, sagt er. Heute ermöglicht die weitere Entwicklung dieses Gewerbegebietes Investitionen der Firma Weleda. Und eine Weiterentwicklung des Herstellers von Lastwagentanks, Magna, im Bereich der Wasserstofftechnologie - erneut mit der Unterstützung Scheffolds durch eine Förderung des Landes.

2010 und 2011 war Scheffold Staatssekretär im Finanzministerium. Ein Anliegen war ihm dabei die Aufwertung des Stauferlandes als Tourismusmarke. Hier hätte er gerne mehr erreicht. Auch hätte er sich einen Ministerposten vorstellen können, doch im Jahr 2011 kam der Regierungswechsel. „Ich habe die Chancen ergriffen, die ich gesehen habe“, beschreibt er selbst seinen Weg. Den wird er weitergehen, beruflich als Anwalt und privat mit mehr Zeit für die Familie, für die Arbeitsgemeinschaft Hospiz und die Armenienhilfe „Küche der Barmherzigkeit“, die ihm am Herzen liegen.

In 25 Jahren ist nichts abgezogen worden.“

Dr. Stefan Scheffold, CDU-Landtagsabegordneter

Auf einen folgen drei

In die Fußstapfen von Dr. Stefan Scheffold treten von nun an drei Abgeordnete: Martina Häusler holte für Bündnis 90 / Die Grünen erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Gmünd.
Dieser wird jedoch weiterhin von einem Christdemokraten vertreten: Tim Bückner konnte ebenfalls in den Landtag einziehen.
Der dritte Abgeordnete aus dem Gmünder Raum ist Ruben Rupp. Er ist Mitglied der AfD-Fraktion, die ihn zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL