Gmünd jetzt auch E-Scooter-Stadt

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Bürgermeister Christian Baron (Vierter v.l.) bei der ersten Testfahrt - gemeinsam mit Firmenvertretern und Mitarbeitern der Stadtverwaltung.
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Schnell mit dem Elektroroller ein, zwei Kilometer weiter: Zwei Anbieter haben zum Start in Gmünd insgesamt 75 E-Scooter in Dienst gestellt.

Schwäbisch Gmünd

Das Trend-Verkehrsmittel E-Scooter gibt's jetzt auch in Gmünd. Ab sofort stehen 75 Tretroller mit E-Antrieb an sieben Standorten zur Miete bereit.

Zwei Anbieter teilen sich zunächst den Markt: Lime hat 35 Roller in Gmünd im Einsatz, die Firma Zeus startet mit 40 dieser minimalistischen Fahrzeuge. Bürgermeister Christian Baron findet es „einen wichtigen Schritt“ für Gmünd: „Wir schließen damit eine Lücke in unserem Mobilitätskonzept.“

Beide Hersteller versprechen eine unkomplizierte Nutzung: App aufs Handy laden, anmelden, starten. Bezahlt wird über die gängigen Online-Bezahlsysteme. Die Roller stehen zunächst an sieben verschiedenen Verkehrsknotenpunkten in der Stadt zum Ausleihen bereit: am Marktplatz, am Bahnhof, vor der VHS, am Kalten Markt, im Unipark, im Fuggerle und im Schießtal. Später sollen noch weitere Standorte am Stadtgarten und auf dem Hardt dazukommen. „An beiden Orten müssen wir jeweils noch einen geeigneten Platz finden“, sagt Stadtsprecher Markus Herrmann.

Gmünd ist mit den Scootern eher spät dran im bundesweiten Städtevergleich. Was aber die Möglichkeit eröffnet, aus Fehlentwicklungen woanders zu lernen. In manchen Großstädten hatte sich die Vielzahl der an allen möglichen und unmöglichen Stellen geparkten E-Roller eher zu einer Plage entwickelt denn zu einem Verkehrsmittel, das der Stadt guttut. Entsprechend haben Städte gegengesteuert: In Berlin etwa sollen die Regeln so geändert werden, dass die Roller in manchen Zonen nicht mehr abgestellt werden dürfen.

Gmünd macht das von Beginn an: Fußgängerzonen wie Bocksgasse und Marktplatz sind Parkverbotszonen für die E-Scooter. Außerdem wird die Stadt die Zahl der E-Scooter in Gmünd auf eine Zahl von maximal 200 begrenzen – mehr sollen es nicht werden. Pro Stellplatz darf jeder Anbieter nur bis zu fünf Roller parken.

Die beiden Anbieter sind keine Neulinge im Geschäfte. Für Lime ist Gmünd nach Firmenangaben die 14. Stadt in Baden-Württemberg, in der sie ihre Roller anbietet. Zeus ist etwa in Göppingen, Tübingen und Ludwigsburg aktiv.

Die Roller dürfen in Deutschland bis zu 20 Km/h schnell sein, der Motor ist bei beiden in Gmünd stehenden Modellen in der Hinterradnabe eingebaut. Unterschiedlich ist das Konzept beim Vorderrad: Lime hat rollertypisch nur eines, das Zeus-Modell ist auf zwei parallel zueinander stehenden Vorderrädern unterwegs.

Mit dem E-Scooter durch Gmünd - so funktioniert's

  • Die Miete: ...läuft jeweils über eine App, die man aufs Handy lädt.
  • Die Kosten: Lime verlangt nach eigenen Angaben einen Euro Startgebühr, ab dann 25 Cent pro Minute. Es gibt verschiedene Pauschaltarife wie Tagespässe oder Monatsgebühren. Bei Zeus bezahlt man laut Anbieter zwei Euro für die Anmeldung und 20 Cent/Kilometer.
  • Das Abstellen: … ist an jedem beliebigen Zielort möglich – außer in Parkverbotszonen wie den Fußgängerbereichen der Stadt. Die Zone ist auf der App rot gekennzeichnet, wer dort parkt, dessen Gebührenzähler läuft weiter. Den Rücktransport vom Abstellort zu den Ausleihstandpunkten übernehmen die Anbieter.
  • Die Regeln: Mit dem E-Scooter darf nicht auf Fußwegen gefahren werden, nur auf Radwegen oder Straßen. In der Fußgängerzone gilt: Schrittgeschwindigkeit.

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