Gmünd lädt zum etwas anderen Weihnachtsmarkt

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Sechs Standbetreiberinnen mit OB Richard Arnold, Christine Hüttmann und Sabrina Hieber von BIWAQ, Marktorganisator Robert Frank und dem Wirtschaftsbeauftragten Alexander Groll im Pop-up-Weihnachtsmarkt in der Bocksgasse 3.
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Stadt organisiert nach der Absage für 15 Standbetreiber einen Verkauf ihrer Geschenkartikel in vier Leerständen beim Marktplatz.

Schwäbisch Gmünd

Er ist aus der Not geboren: Einen etwas anderen Weihnachtsmarkt, einen Pop-up-Markt, bietet Gmünd in diesem Jahr. 15 Standbetreiber, die auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt ihre Sachen verkaufen wollten, nutzen von diesem Freitag an das Angebot der Stadt, in insgesamt vier leerstehenden Läden ihre Artikel anzubieten. Die Stadt hatte nach der corona-bedingten Absage des Weihnachtsmarktes die Initiative ergriffen, das Interesse unter etwa 70 Standbetreibern erfragt, Hausbesitzer ins Boot geholt und so den kleinen Markt auf die Beine gestellt.

In der Bocksgasse 3 finden Besucher - unter Einhaltung der Corona-Regeln - Krippen und Christbaumschmuck von Heike Böger, Elfen aus Ton von Karin Lutz, Weihnachtsdeko von Carmen Leischner, Handgemachtes aus Seide und Wolle von Erika Mozer, Bücher, Geschenke und Deko von Martina Stütz und Artikel aus Stoff und Filz von Lila Morgenschön. Gäbe es dieses Angebot nicht, „hätten wir alles wieder weggepackt, sagt Mozer. Ein großes Dankeschön sagt deshalb Leischner an die Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Richard Arnold gibt den Dank zurück und erläutert, weshalb der Stadt diese Initiative wichtig war: Dies sei der zweite Weihnachtsmarkt, der ausfalle, sagt der OB. Und dass er Angst habe, die Standbetreiber zu verlieren. Er wolle die Standbetreiber halten, mit ihnen die Tradition des Weihnachtsmarktes und damit ein Stück Heimat, sagt Arnold.

Ein paar Häuser weiter, vorbei an der „Speisemeisterei“ am Rathaus als „kulinarische Brücke“, bieten in der Kornhausgasse 5 Walburga Weinmann Quilts, Isolde Schierle Kerzen und Geschenke, Maren Schulz handgemachten Schmuck, Lucia Leicht Wildkräuterprodukte, Monika Maiter-Sabouni Taschen, Kissen und Socken und Bernardo Cirulla Bio-Orangen und Olivenöl.

Er danke allen, die geholfen haben, dieses Pop-up-Markt aus dem Boden zu stampfen, sagt Robert Frank, der Gmünds Weihnachtsmarkt organisiert. Zwei weitere Standbetreiber seien auf dem Wochenmarkt. Zudem hätten Ute Fuchs und Franz Hahn Lucia Leicht die M7-Küche zur Verfügung gestellt. Leicht bereitet dort dienstags, mittwochs und donnerstags von 11 bis 14 und von 18 bis 20 Uhr die Burger und Kräutermaultaschen vom Weihnachtsmarkt zu.

Einen solchen Zusammenhalt zu leben, darum gehe es, sagt Frank. Dazu gehören auch die Besitzer der aktuell leeren Ladengeschäfte. Die Standbetreiber hätten hohe Einbußen gehabt, da müsse man solidarisch sein, sagt Klaus Kränzle, weshalb er seinen Laden kostenfrei zur Verfügung stellt. So sieht dies auch Beatrix Welz. Weshalb sie sagt: „Einer für alle, alle für einen.“

Die Tradition und ein Stück Heimat erhalten.“

Richard Arnold, Oberbürgermeister
  • Gmünd hilft kleineren Händler auch jetzt
  • Die Stadt hat im Frühjahr 2020 Händlern mit bis zu drei Mitarbeitern Darlehen gegeben. Von 250 000 Euro wurden 200 000 Euro abgerufen. Die Darlehen hätten zum 1. Januar 2022 zurückbezahlt werden sollen. Die Stadt verlängert diesen Zeitraum nun bis zum 1. Juli 2022, kündigt Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll an.mil

Die Tradition und ein Stück Heimat erhalten.“

Richard Arnold, Oberbürgermeister
  • Gmünd hilft kleineren Händler auch jetzt
  • Die Stadt hat im Frühjahr 2020 Händlern mit bis zu drei Mitarbeitern Darlehen gegeben. Von 250 000 Euro wurden 200 000 Euro abgerufen. Die Darlehen hätten zum 1. Januar 2022 zurückbezahlt werden sollen. Die Stadt verlängert diesen Zeitraum nun bis zum 1. Juli 2022, kündigt Wirtschaftsbeauftragter Alexander Groll an.mil
Sieben weitere Standbetreiber bieten ihre weihnachtlichen Produkte in der Kornhausstraße 5.
Sechs Standbetreiberinnen mit OB Richard Arnold, Christine Hüttmann und Sabrina Hieber von BIWAQ, Marktorganisator Robert Frank und dem Wirtschaftsbeauftragten Alexander Groll im Pop-up-Weihnachtsmarkt in der Bocksgasse 3.

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