Gmünd löst die Notbremse mit einem großen Fest

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Das kulturelle Leben kann wieder starten. Darüber freuen sich (v. l.) Julian Bäuml, Markus Herrmann, Ramona Kunz-Glass, Ralph Häcker, Richard Arnold, Ines Mangold-Walter und Carmen Bäuml vor der Remspark-Bühne.
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Am letzten Juni-Wochenende können sich viele Kulturtreibende im Remspark und darüber hinaus wieder präsentieren.

Schwäbisch Gmünd

Nachdem die Corona-Pandemie seit vergangenem Jahr Kontaktbeschränkungen notwendig machte und weite Teile des öffentlichen Lebens lahmlegte, will Gmünd die weitgehende Lockerung dieser Einschränkungen mit einem bunten Kultur-Reigen feiern. Sogar die Bundesregierung unterstützt diese Initiative. Ganz ohne Limits kann freilich dieser „Neustart“ am Wochenende 25. bis 27 Juni nicht laufen.

Angesichts weiter sinkender Corona-Zahlen im Stadtgebiet sagte Oberbürgermeister Richard Arnold bei einem Pressegespräch am Donnerstag, was er von diesem Neustart-Wochenende erwartet: „Die Menschen sollen flanieren, genießen und Kraft tanken.“ Im Remspark und im Himmelsgarten soll dazu an diesem letzten Wochenende, an dem die von der Bundesregierung erlassene corona-bedingte „Notbremse“ gilt, ein buntes Programm ablaufen (mehr dazu im Artikel „Neustart auch im Höhenpark“). Das soll auch der Start einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Remspark-Bühnenzauber“ sein, die bis 3. Oktober gehen soll.

Den Auftakt macht am Freitag, 25. Juni, die Gmünder Band „Isa and friends“ (ab 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr) auf der Remspark-Bühne. Am Samstag, 26. Juni, bietet der Gmünder Kabarettist Werner Koczwara ein Best-of-Programm (ab 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr). Der Sonntag, 27. Juni, steht unter dem Motto „Klingender Remspark“. Ensembles des Stadtverbands Musik und Gesang wechseln sich mit Platzkonzerten auf der Bühne und vor dem Rokokoschlössle ab. Seit zwei Wochen dürfen die Musikvereine wieder üben, und Stadtverbandsvorsitzende Ramona Kunz-Glass registrierte bei den Vereinen eine große Freude, wieder vor Publikum auftreten zu dürfen. Neun Ensembles werden an diesem Sonntag dabei sein.

„Noch ist nicht alles möglich“, schränkt der Leiter des städtischen Kulturbüros, Ralph Häcker, ein. So gelte im Veranstaltungsbereich vor der Bühne Maskenpflicht bis zum Sitzplatz. Auch müsse die Gesamtzahl der Besucher im Remspark beobachtet und bei Bedarf beschränkt werden.

Das Programm reicht über die Bühne und den Platz vor dem Rokokoschlössle hinaus. Im gesamten Remspark und zum Beispiel auch in der Grabenallee werden Künstlergruppen spontan zeigen, was sie draufhaben: Schüler der Musikschule mit ihren Klängen ebenso wie Denise Fürstenaus Tanzgruppe mit orientalischem Tanz. Die Tänzerinnen seien sehr glücklich, wieder auftreten zu dürfen, berichtete Fürstenau. Der Leiter des Museums im Prediger, Max Tillmann, wird am Sonntag Führungen zu Kunstwerken in der Innenstadt anbieten. Darüber hinaus kündigte Richard Arnold an, dass die Stadttürme und die Synagoge geöffnet sind, die E-Zügle fahren.

Einen Neustart bedeutet das letzte Juni-Wochenende auch für die neuen CCS-Gastronomen Fabian Verdenik und Philipp Jordan sowie ihren Berater Hannes Barth. Sie werden an diesem Wochenende erstmals das Rokokoschlössle öffnen. Außerdem, so Verdenik, gebe es Ausschank im Weinfass, Prosecco-Bar, Grillstellen, Eiswagen und Kulturcafé.

Auf Anregung des Leiters des Gmünder i-Punkts, Markus Herrmann, hat die Regional-Kulturmanagerin des Ostalbkreises, Ines Mangold-Walter, anderen Städten und Gemeinden ähnliche Initiativen vorgeschlagen und einen Förderantrag an die Bundesregierung gestellt. Ergebnis: Berlin fördert den „Neustart“ im Ostalbkreis mit 370 000 Euro, 90 000 Euro davon fließen nach Gmünd. Das, so Markus Herrmann, helfe nicht nur der Kultur, sondern auch den damit zusammenhängenden Gewerben wie Beleuchtern und Tontechnikern.

Der „Neustart“ von 25. bis 27. Juni wird bei jedem Wetter stattfinden.

Alle kulturellen Angebote dieses Wochenendes sind kostenlos zu erleben. Allerdings muss man sich für die Bühnenveranstaltungen am Freitag- und Samstagabend sowie am Sonntag rechtzeitig vorher auf www.schwaebisch-gmuend.de anmelden.

Anmelden muss man sich auch für die Führungen mit Museumsleiter Max Tillmann: unter Telefon 07171/603-4131 oder 07171/603-1000.

Die Menschen sollen flanieren, genießen und Kraft tanken.“

Richard Arnold,, Oberbürgermeister

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