Gmünd: viele sind lange arbeitslos

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Symbolfoto

Stadt hat mehr Langzeitarbeitslose als Heidenheim oder Aalen. 

Schwäbisch Gmünd. Insgesamt 677 Menschen in Gmünd waren 2022 schon ein Jahr oder länger arbeitslos gemeldet. Damit hat die Stadt mehr Langzeitarbeitslose als Aalen (441) oder Heidenheim (488). „Wir haben ein strukturelles Problem“, sagte Markus Hofmann, einer der Wirtschaftsförderer der Stadt, am Mittwoch vor Gmünder Gemeinderäten.
Es ist ein Problem, das man nicht einfach hinnehmen sollte, findet Oberbürgermeister Richard Arnold. „Diese Menschen haben keine Perspektiven, und deshalb muss uns da etwas einfallen. Ich denke, das ist nichts, was wir so hinnehmen sollten“, sagte Arnold. Es gebe im Moment „keine Antworten dazu“, sagte der OB, „aber es ist etwas, worüber wir uns Gedanken machen müssen“.


Bei der aktuellen Arbeitslosenquote, ermittelt für Februar 2022, steht Gmünd mit 3,7 Prozent etwas besser da als Heidenheim (3,8 Prozent), aber deutlich hinter Aalen (2,7 Prozent). Doch auch da gibt es einen Trend, der Markus Hofmann Sorgen macht: „Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahresmonat ist nirgends so gering ausgefallen wie in Gmünd.“
Noch ein Unterschied: In Gmünd ist der Anteil an Langzeitarbeitslosen unter allen arbeitslos Gemeldeten am höchsten im Vergleich der großen Städte in Ostwürttemberg, er liegt mit 42,2 Prozent um rund zehn Prozentpunkte höher. Zwei Drittel dieser Langzeitarbeitslosen sind ohne abgeschlossene Berufsausbildung. 

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