Gmünd wird unterirdisch aufgehübscht

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Auf dem Bild hinter ukrainischer Flagge, bald auch hinter einem Baugeräst: Die Fassade des Gmünder Rathauses soll saniert werden.
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Die Fassade am barocken Rathaus und eine Anlage mittelalterlicher Keller sollen saniert werden.

Schwäbisch Gmünd. Die Stadt Gmünd will in diesem Jahr rund eine halbe Million Euro für zwei Sanierungsprojekte in der Altstadt ausgeben: Am rund 240 Jahren alten barocken Rathaus soll die Fassade restauriert und konserviert werden. Im Freudental beim neuen Schattentheatermuseum wird eine mittelalterliche Kelleranlage saniert, um sie für die Öffentlichkeit begehbar zu machen.

Der Bau- und Umweltausschuss des Gmünder Gemeinderats wird sich am Mittwoch mit beiden Baumaßnahmen beschäftigen. Beim Rathaus geht es darum, die Konservierungs- und Restaurierungsarbeiten zu vergeben, für die ein Angebot über knapp 270  000 Euro vorliegt. An der Fassade müssen Risse im Putz, dem Mauerwerk und von Sandsteinen gerichtet werden, auch die Fenster sind reparaturbedürftig. Geplant ist die Sanierung in zwei Bauabschnitten, erst die Süd- und Westseite 2022, im kommenden Jahr sind dann Nord- und Ostseite an der Reihe.

Auch eine zusammenhängende Anlage aus sechs mittelalterlichen Kellern, zwischen Freudental und Mohrengässle gelegen, soll in diesem Jahr saniert werden. Notwendige Erd- und Betonarbeiten sollen jetzt ausgeschrieben werden. „Zum Erhalt und zur Sicherung des historisch wertvollen mittelalterlichen Gewölbes sind umfangreiche statische und konservatorische Maßnahmen notwendig“, sagt Helmuth Caesar, der Leiter des Amts für Gebäudewirtschaft in Gmünd. Im Herbst wolle man mit den Arbeiten dort beginnen, sagt Caesar.

Die Keller haben einst zum Gasthaus Bären und seinen Nebengebäuden gehört. In einem der Keller ist die Zahl 1432 als Inschrift gefunden worden. Direkt neben der Anlage gibt es noch einen alleinstehenden siebten Keller, der unter einem aus dem 13. Jahrhundert erstmals genannten Gebäude liegt und der durch einen historischen Kellerabgang vom Mohrengässle erschlossen wird.

Oberbürgermeister Richard Arnold hatte sich schon im Dezember des vergangenen Jahres dafür stark gemacht, die Sanierung anzupacken. Weil das Areal in einem Altstadt-Sanierungsgebiet liegt, hofft die Stadtverwaltung auf Fördergelder für die Sanierung. Damals hatte die Stadt den Finanzierungsbedarf mit 255  000 Euro angegeben. Über aktuelle Summen könne er derzeit nichts sagen, so Helmuth Caesar. Bernd Müller

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