Gmünder Buchautor: Kein perfekter Held in Immernacht

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Am Samstag gibt's im CityCenter eine Signierstunde.
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Wie Mark Wamsler seinen kleinen Buchhelden Julius Schlotterbeck erschaffen hat und was der Autor für die Zukunft plant. Signierstunde am Samstag im CityCenter.

Schwäbisch Gmünd

Rechtzeitig zu den Sommerferien hat der kleine Vampir Julius Schlotterbeck das Licht der Welt erblickt. Er stammt aus der Fantasie und Feder des nicht nur im Gmünder Raum bekannten Mark Wamsler, der ein begeisterter Schwertkämpfer, Illustrator und Katzenfan ist und sich seinen Lebensunterhalt als Sonderpädagoge verdient.

Die Inspiration zu seinem Kinder- und Jugendbuch „Die Schlotterbeck-Chroniken – blutige Anfänger“ stammen aus seiner Arbeit mit den Jugendlichen an der Sonderpädagogischen Einrichtung. Eigentlich war der jugendliche Vampir als Thema für eine Schulstunde, bei der Vertreter des Regierungspräsidiums beiwohnen wollten, vorgesehen. Eine Dame von der Schulamtsbehörde zeigte sich dermaßen begeistert, dass sie Wamsler anregte, ein Buch zu schreiben. Das war 2018.

Daraufhin hat sich der Autor hingesetzt und weitergeschrieben, entstanden ist eine „alternative Parallelwelt“, schmunzelt Mark. In der Welt der sympathischen Bewohner von „Immernacht“ lebt es sich eigentlich wie in unserer Welt, mit dem Unterschied, dass hier eben immer Nacht ist. Die jugendlichen Protagonisten durchleben die gleichen Probleme, Freude und Nöte wie die heutigen Jugendlichen.

Meine Schüler waren dabei die wichtigsten Testleser und Kritiker.“

Mark Wamsler,, Autor

Im Februar 2019 lag das fertige Skript vor. Mark machte sich auf zur Buchmesse nach Leipzig, um bei „Autorendates“ sein Werk an Verlagshäuser zu bringen. „Der Erfolg war sehr bescheiden“, erinnert sich Mark lachend. Den kleinen, einzahnigen Vampir der Menschenwelt vorzuenthalten, war keine Option. An 40 auf Jugendbücher spezialisierte Verlagshäuser verteilte Mark das Manuskript per E-Mail. An eine Zusage des Berliner Ueberreuter-Verlags hätte Mark nie gedacht, sie kam aber im Mai 2019. Die Einladung nach Berlin, in ein beeindruckendes Verlagsgebäude, „in dem Superstars ein- und ausgehen“ überwältigte den Autor fast. Mit dem Illustrator Max Meinzold, nahm der Verlag „eine Koryphäe in seinem Metier“ mit ins Boot und verdeutlichte, wie wichtig dem Verlag eine Veröffentlichung ist.

Es begann die Zeit der Korrekturen und Änderungen, „meine Schüler waren dabei die wichtigsten Testleser und Kritiker“. Eine Erfahrung, die Mark als Pädagogen glücklich zurücklässt, es sei eine „tolle Erfahrung“ wenn Jugendliche, die nie freiwillig ein Buch in die Hand nehmen, sein Werk lesen. Das liegt vermutlich daran, dass sich die Jugendlichen mit dem kleinen Julius zum großen Teil identifizieren können, der kleine Vampir hat nur einen Zahn und wird an seiner Schule gemobbt. Bis Ferienende muss der Held eine nahezu aussichtslose Aufgabe erfüllen und drei Freunde finden. Auf dem Weg zur „Auftragserfüllung“ stolpert er von einem Abenteuer ins nächste.

In nahezu jedem Kapitel wird der kleine „nicht perfekte Held“ mit der Schlager-Parodie „Schwitzend nass durch Immernacht“ konfrontiert, einem Song, der dem kleinen Vampir gehörig auf die Nerven geht. Aus dem Liedtext haben die Gmünder Musiker Ute und Stephan Schwenk einen eingängigen Song geschaffen, der an die im Buch parodierte Helene Fischer erinnert, „das könnte ein richtiger Partyhit werden“, meint Wamsler, der sich freut, von Musikern von solcher Extraklasse Unterstützung zu erhalten.

Zwei Wochen ist der kleine Vampir schon auf Abenteuerjagd in Immernacht unterwegs, die Rezensionen seien nahezu durchweg „super“, freut sich der Autor. Fest steht, der einzahnige Vampir wird in einer Fortsetzung weitere Abenteuer erleben. „Der Oberknaller wäre eine Verfilmung des Jugendromans, mit der Titelmusik aus der Feder von Stephan und Ute Schwenk.“

Mark Wamsler signiert am Samstag, 7. August, von 11 bis 12 Uhr die „Schlotterbeck-Chroniken“ im City-Center beim Buchhändler Dürninger.

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