Gmünder feiern mit Freunden 175 Jahre Partnerschaft

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Sichtbares Zeichen der 50-jährigen Partnerschaft mit Barnsley in der Grabenallee am Josefsbach.
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Barnsley, Antibes, Székesfehérvár, Bethlehem, Faenza und Gmünd bekräftigen an diesem Wochenende ihre Freundschaften.

Schwäbisch Gmünd. Städtepartnerschaften schaffen Zusammenhalt“, sagt Anna Klamann. Seit Oktober ist sie im Gmünder Kulturbüro Ansprechpartnerin für Gmünds fünf Partnerstädte. In den vergangenen Wochen hat Klamann im Vorfeld des kommenden Wochenendes gewirbelt. Denn in die Europäischen Staufertage eingebettet ist, neben den „Momenten der Staufersaga“, Gmünds Jubiläum 175 Jahre Städtepartnerschaft. Seit 50 Jahren besteht die Verbindung mit dem nordenglischen Barnsley, seit 45 Jahren mit der französischen Mittelmeer-Perle Antibes, seit jeweils 30 Jahren mit dem ungarischen Székesfehérvár und dem amerikanischen Bethlehem und seit 20 Jahren mit dem italienischen Faenza. Mehr als 200 Gäste aus diesen fünf Städten werden an diesem Wochenende in Gmünd sein. Und bei einem Festakt am Samstag im Prediger die Partnerschaft mit einer Unterschrift bekräftigen. Ausgenommen davon ist Antibes. Denn die Antiber feiern an diesem Woche ihr jährliches Jazzfestival. Deshalb kommen am 3. Oktober Repräsentanten der Stadt Antibes nach Gmünd, um diese Bekräftigung der Freundschaft nachzuholen.

Dass die Staufersaga und das Partnerschaftsjubiläum zusammenfallen, ist kein Zufall. Denn Bürger der Partnerstädte, die Fahnenschwinger aus Faenza oder die Volkstänzer aus Székesfehérvár, werden bei der Saga mitwirken. Und in der Mitte der vier Aufführungen, an diesem Freitag, gibt‘s im Remspark das große Partnerschaftsfest. Dabei sein werden Jazzmusiker aus Antibes, Fahnenschwinger aus Faenza, Volkstänzer aus Székesfehérvár, die Gospelsängerin Janine Dyer und die Blues- und Rockband Besar aus Barnsley und Musiker der Gmünder Musikschule, die das Blechbläserstück „Jubilee Rondo“ uraufführen werden. Dieses hat Professor Larry Lipkis aus Bethlehem eigens für das Partnerschaftsfest komponiert. Lipkis, der schon 2012 für die Staufersaga ein Stück komponiert hat, wird bei diesem Besuch in Gmünd auf Sandra Wächter treffen, die vor 25 Jahren bei seiner Familie in Bethlehem Au-pair war, erzählt Klamann. Überhaupt: Die für Städtepartnerschaften zuständige Mitarbeiterin der Verwaltung freut sich, wie sich die Partnerschaft zwischen Bethlehem und Gmünd zurzeit entwickelt. Acht Gäste aus Bethlehem kommen über den großen Teich. Unter ihnen die Künstlerin Ann Elizabeth Schlegel, die vor elf Jahren zu ihrem 50. Geburtstag am

Altersgenossenumzug in Gmünd teilnahm und im Rahmen eines Austauschs mehrere Monate in Gmünd verbrachte. Im Gegenzug lebten Gmünder Künstler einige Zeit in Bethlehem, einer von ihnen Helmut Gruber-Ballehr, der aktuell am Stauferfries für die Remsgalerie arbeitet. Diesen Austausch der Künstler wollen Gmünd und Bethlehem wieder beleben, sagt Klamann. Neben Schlegel werden zwei Vertreterinnen der Stadt Bethlehem in Gmünd sein. Nicht jedoch der seit Januar amtierende Bürgermeister J. William Reynolds. Er aber hat Gmünds Oberbürgermeister für August 2023 nach Bethlehem eingeladen. Eine weitere Kooperation auf Bildungs- und Kunstebene werden Gmünds Volkshochschule, die Pädagogische Hochschule und ArtsQuest starten. ArtsQuest ist eine Einrichtung, die Zugang zu Bildung, Kunst und Kultur schaffen will.

Nicht zuletzt gibt‘s am Samstag eine Sportolympiade, bei der sich Hockeyspieler, Fußballer und Schwimmer aus den fünf Städten messen. Viele Veranstaltungen also, die Menschen zusammenbringen. Weshalb Anna Klamann Städtepartnerschaften als „nichts anderes als kommunale Außenpolitik“ definiert.

Das Programm:

Freitag, 8. Juli, 18 bis 21.30 Uhr 
Abend der Partnerstädte mit Musik und Kunst auf der Stauferbühne: Jazzmusiker aus Antibes, Volkstänzer aus Ungarn, Gospels, Blues und Rock aus Barnsley, Fahnenschwinger aus Faenza und Musiker der Gmünder Musikschule.

Samstag, 9. Juli, 8 bis 21 Uhr: 
Twin-Town-Tent. Gmünds Partnerstädte präsentieren sich. Ort: Marienbrunnen.
13 bis 15 Uhr: Jazz-Jam-Session. Ort: Musikschule 
13 bis 15.30 Uhr: Sportolympiade im Normannia Stadion 
13.15 Uhr: Auftakt der Sportolympiade. Fußballspiel zwischen dem Worsbrough AFC (Barnsley) und einer Mannschaft aus dem FC Normannia Gmünd und dem FC Bargau im Normannia-Stadion. Die Gruppen beginnen mit ihrem ersten gegenseitigen Besuch eine Partnerschaft. 
13.30 Uhr: Wettschwimmen der Delfin-Schwimmer aus Székesfehérvár und des Schwimmvereins Gmünd. 
14 Uhr: Hockeyspiel zwischen ASF Antibes und Hockey Club Normannia Gmünd auf dem Normannia-Hockeyplatz. 
14 Uhr: Gmünder turnen mit dem Antibes Gymnastics Club und einer Gruppe aus Faenza in der Großsporthalle.
15 Uhr bis 15.30 Uhr: Ehrungen auf der Tribüne des Normannia-Stadions im Schwerzer.

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