Gmünder Feuerwehr: Das „freiwillig“ wird gestrichen

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Die Hauptversammlung der Gmünder Feuerwehr am Freitagabend.
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Nach zwei Jahren findet bei der Gmünder Feuerwehr wieder eine Hauptversammlung mit Ehrungen und Begrüßungen neuer Mitglieder statt.

Schwäbisch Gmünd

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause konnte der Gesamtkommandant der Gmünder Feuerwehr, Uwe Schubert, an Freitag zur Hauptversammlung der Feuerwehr Feuerwehrangehörige, Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, den ersten Bürgermeister Christian Baron sowie Gäste aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik begrüßen.

Das Jahr 2020 werde allen in besonderer Art im Gedächtnis bleiben, so Schubert. Auf die Corona-Beschränkungen mit Abstand, Mundschutz und Kontaktbeschränkungen folgten „Hallos aus der Ferne“ und Treffen auf Onlineplattformen „Dinge, die für eine Feuerwehr höchst ungewöhnlich sind“.

Zur Angst vor einer Ansteckung bei Verunglückten im Einsatzfall brachte das Tragen von Masken in Kombination mit der Einsatzkleidung viele Einsatzkräfte an ihre Leistungsgrenze. Mit Disziplin, Teamgeist und Kreativität konnte man die Zeit des fehlenden Miteinanders und der gelebten Kameradschaft überbrücken, dieser Leistung der letzten Monate zollte der Kommandant seinen Respekt: „Durch Euer diszipliniertes Verhalten war die Gmünder Wehr über die ganze Pandemiezeit einsatzbereit und die Gefahrenabwehr in der Stadt zu jeder Zeit gesichert“. Für den ehrenamtlichen Dienst an der Allgemeinheit opfernd die Einsatzkräfte viel Kraft und persönliche Freizeit. „die Feuerwehrangehörigen leisten Unbezahlbares – ehrenamtlich und freiwillig“.

493 Einsätze im Jahr 2020

Bei der personellen Entwicklung der Gmünder Wehr liegen die aktuellen Zahlen noch nicht vor, der Kommandant hofft, dass sich Abgänge von Kameraden mit Neuzugängen, Quereinsteigern und Übernahmen aus der Jugendwehr die Waage halten. Mit großer Freude konnte Schubert die Neuzugänge begrüßen. Allen Abteilungskommandanten, ob im Amt bestätigt oder frisch gewählt, wünschte Kommandant Schubert immer „eine glückliche Hand“.

Mit dankenden Worten konnte Schubert am Samstag über 30 Kameraden für 25 Jahre und 40 Jahre aktive Mitgliedschaft auszeichnen und von freudigen Ereignissen wie dem Fertigstellen des Lindacher Feuerwehrhaus, dem Anschaffen von neuen Fahrzeugen und digitalen Meldeempfängern berichten. Auf Kritik stieß der „missglückte“ Bundesweite Warntag 2020, hier hofft Schubert auf Nachbesserung auch mit mobilen Sirenen. Mit allen Feuerwehrangehörigen ist die Gmünder Wehr „ein unschlagbares Team“ zum Wohle der Mitbürger.

Mit welchen Herausforderungen die 13 städtischen Feuerwehrabteilungen zu kämpfen hat und mit welcher Ausbildung und technischen Equipment dies bewältigt wird, erläuterten die stellvertretenden Kommandanten Ludwig Fuchs und Ralf Schamberger. Im Jahr 2019 standen 481 Feuerwehrmitglieder und im Jahr 2020 496 Kräfte für die Einsatzabteilung der Feuerwehr Gmünd bereit.

Im „normalen Jahr“ 2019 wurde die Feuerwehr zur 479 Einsätzen gerufen, 2020 waren 493 Einsätze erforderlich. Die Einsätze erstreckten sich über Gefahrguteinsätze und Hilfeleistungseinsätze und Überlandhilfe bei schweren Verkehrsunfällen und Unfällen im Tunnel, zu Brandeinsätzen vom Zimmerbrand bis zum Großbrand 2019, bei dem die Gmünder Wehr mit neun Fahrzeugen und 40 Einsatzkräften zur Brandbekämpfung und Wasserversorgung angefordert wurde.

Die Qualität der Einsätze wird durch eine hochqualifizierte und ständige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährleistet.

Mit dem Ablegen verschiedener Feuerwehrleistungsabzeichen wird die erstklassige Leistung der Feuerwehrangehörigen dokumentiert. Übungseinsätze mit„Echtszenarien“ gehören dazu. 44 Fahrzeuge stehen für den schnellen Einsatz stadtweit zur Verfügung. Im vergangenen Jahr konnte die Jugendfeuerwehr ihr 50-jähriges Jubiläum feiern, hier waren zum Jahresende 2020 195 Nachwuchskräfte, davon 49 Mädels in Ausbildung; mit der Kifeu, der Kinderfeuerwehr engagieren sich die Gmünder bei der Nachwuchssuche bereits bei den ganz Kleinen. Warum der Gesamtkommandant „zum letzten Mal“ die Hauptversammlung der „Freiwilligen“ Feuerwehr Gmünd zu Beginn eröffnete?Ab dem kommenden Jahr werden Wehren mit hauptamtlich besetzten Stellen nicht mehr „Freiwillige“ Feuerwehr genannt.

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