Gmünder Feuerwehr hilft im Krisengebiet

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Gmünder Feuerwehrleute kurz vor der Abfahrt zum Einsatz im Katastrophengebiet mit (vorne, v. r.) OB Richard Arnold, Kommandant Uwe Schubert und (hinten, 2. v. r.) Bürgermeister Christian Baron.
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Mit elf Feuerwehrleuten und drei Fahrzeugen 48 Stunden im Einsatz.

Schwäbisch Die Gmünder Feuerwehr ist am Montagmittag mit elf Einsatzkräften und drei Fahrzeugen zum Einsatz im Hochwasserkatastrophengebiet aufgebrochen. Um 7.49 Uhr sei die Nachricht von Kreisbrandmeister Otto Feil bei ihm eingegangen, berichtet der Gmünder Feuerwehrkommandant Uwe Schubert eine Viertelstunde vor der für 12 Uhr angesetzten Abfahrt im Hof des Gmünder Florian.

Viel Zeit war also nicht, um alles vorzubereiten. Unter anderem etwa, um im Betrieb um 8 Uhr Bescheid zu sagen, „ab zwölf Uhr fehle ich drei Tage“, lobt Schubert das Verständnis der Arbeitgeber. Einige Einsatzkräfte mussten eine Schulung absagen, ein anderer den Beginn des Urlaubs verschieben. Die Gmünder nehmen drei Fahrzeuge mit, darunter das Führungsfahrzeug Kommandowagen, das zwar noch nicht offiziell übergeben, aber mit modernster Technik ausgestattet sei, erklärt Schubert.

Bereits um 14 Uhr am Montag sollten die Gmünder an der Sammelstelle bei der Feuerwehrschule in Bruchsal ankommen, weil das je nach Verkehrsaufkommen knapp werden könnte, „bei Bedarf mit Sonderrecht“, sagt der Kommandant. Dort werden die Helfer eingeteilt für die Einsatzgebiete. Für die Gmünder gehe es „wohl zum Hockenheimring“, mutmaßt Schubert. Er leitet den 48-Stunden-Einsatz, bei dem ihm nicht nur die Gmünder, sondern auch die Einsatzzüge aus den Kreisen Schwäbisch Hall, Heidenheim, Main-Tauber und Heilbronn unterstellt sein werden.

„Das wird eine bitterernste Angelegenheit“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold, der den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz alles Gute wünscht. Bereits am Wochenende habe er mit Schubert über einen möglichen Einsatz im Katastrophengebiet gesprochen. Schließlich habe sich landesweit herumgesprochen, dass Schwäbisch Gmünd eine „sehr gute Feuerwehr“ habe. Er sagte aber auch: „Das wird euch sehr nahegehen“ und erinnerte damit an das Hochwasser in Gmünd vor fünf Jahren, bei dem ein Feuerwehrkamerad ums Leben gekommen ist.

Der Einsatz der Gmünder Feuerwehr sei „gelebte Solidarität“, lobte Christian Baron, der als Erster Bürgermeister zuständig ist für die Feuerwehr. Diese vermittle die Sicherheit, dass gegebenenfalls „auch andere uns helfen würden“. Auch wenn hier nun zehn Gmünder Feuerwehrleute fehlen, sei die Einsatzbereitschaft gewährleistet.

Helfen mit Bedacht

Große Hilfsbereitschaft gegenüber den Flutopfern gibt es auch in der Bevölkerung, lobte Stadtpressesprecher Markus Herrmann, bat jedoch, sich auf Geldspenden zu beschränken, denn das Ausmaß an Sachspenden zu koordinieren sei mittlerweile „enorm belastend für die Leute vor Ort“. Anja Müller

Das wird euch sehr nahegehen.“

Richard Arnold,, Oberbürgermeister

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