Gmünder „Gastarbeiter“ erzählen aus ihrem Leben

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Auch Familie D'Annunzio stand bei „Generationen im Gespräch“ den Schülerinnen der Agnes-von-Hohenstaufen Rede und Antwort. Fotos: privat

Im Rahmen des Projekts „Generationen im Gespräch“ erzählen ältere Mitbürger Schülern der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule von früher.

Schwäbisch Gmünd

Nach dem „erfolgreichen und gewinnbringenden Ergebnis“ des Projekts „Generationen im Gespräch“ im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Bildungspartner, die Agnes-von-Hohenstaufen-Schule (AvH) und die Pädagogische Hochschule (PH) Schwäbisch Gmünd, unter Beteiligung des Spitals zum Heiligen Geist der Stiftung Haus Lindenhof, gemeinsam für die Fortsetzung des Konzepts in diesem Jahr entschieden. Dabei sollte in diesem Schuljahr, wie die Agnes-von-Hohenstaufen-Schule in ihrer Pressemitteilung schreibt, das Thema „Gastarbeiterschaft“ im Mittelpunkt stehen.

Ziel sei gewesen, die Schüler der zwölften Klassen nicht nur bei ihrem nahenden Übergang von der Schule ins Berufsleben zu unterstützen, sondern ihnen auch Eindrücke und Begegnungen mit Seniorinnen und Senioren zu vermitteln, die für ihr Leben auch in Krisenzeiten als Vorbilder dienen könnten.

Dazu führten Studenten der PH bereits im März an der AvH Workshops zu den Themen „Interkulturelle Begegnung - Gastarbeiterschaft“ und „Narrative Interviews“ durch. Erster Höhepunkt des Projekts, so die Verantwortlichen, sei dabei die Einladung zur Lesung der Schriftstellerin Dilek Güngör durch die Gmünder Tagespost gewesen.

Im weiteren Verlauf fanden die Begegnungen der Generationen bei den Interviewpartnern zu Hause oder an der Schule statt. Persönliche und berührende Eindrücke und Ergebnisse hielten die Schüler anschließend in Videos fest. Diese würden die Vielfalt des Lebens zeigen, den Blickwinkel erweitern und damit ein neues Verständnis und Perspektiven auf das eigene Leben wachsen lassen.

Gebührend sei der Abschluss des Projekts im Spital zum Heiligen Geist gefeiert worden. Begrüßt wurden die Gäste an diesem Tag von Andrea Kottmann, Sozialer Dienst im Spital zum Heiligen Geist. Sie lobte das gute Miteinander, das auch in Pandemiezeiten weiter gepflegt worden sei. Jens-Peter Schuller, Schulleiter der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule, und Prof. Dr. Daniel Rellstab, Prorektor für Forschung, Internationales und Digitalisierung an der PH, bedankten sich gemeinsam bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projekts. Für die Stadt Schwäbisch Gmünd sprach Ellen Haar-Nußbaum. Umrahmt wurde das Programm durch die beiden Musikerinnen Enola Sorg und Leonie Schwarz.

Schon jetzt wurde deutlich, welchen Gewinn ein solches Projekt wie „Generationen im Gespräch“ für alle Beteiligten hatte: „Bei dem ganzen Stress in der Schule hatte ich überhaupt keine Lust auf dieses Projekt. Doch jetzt muss ich sagen, dass mir die Eindrücke und die Lebensweisheit unseres Interviewpartners für immer in Erinnerung bleiben werden und ich dabei in der Schule auch einmal etwas fürs Leben gelernt habe.“, so das Fazit einer Schülerin bei der Abschlussevaluation des Projekts.

Gemeinschaftsprojekt der Pädagogischen Hochschule, der Stiftung Haus Lindenhof und der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule

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