Gmünder Händler freuen sich auf die Öffnung am Montag

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Ab Montag ist wieder geöffnet, laden Dr. Christof Morawitz, Simone Klaus, Andreas Schoell und Martin Röttele (von links) vom Gmünder Handels- und Gewerbeverein Kunden zum Shoppen ein.
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Ab 8. März dürfen Kunden wieder in die Geschäfte. Ab 17. März heißt es in der Stadt "Gmünd macht Outlet", der Ausweichtermin ist eine Woche später.

Schwäbisch Gmünd

Die Freude der Gmünder Händler ist groß: Ab Montag, 8. März, dürfen sie ihre Geschäfte nach fast drei Monaten wieder öffnen. Denn die Zahl der Neuinfektionen pro Woche auf 100 000 Einwohner liegt im Ostalbkreis bei 36 – und damit unter dem Grenzwert von 50, ab dem nur eine Öffnung für Kunden mit Termin erlaubt ist. Unter 50 dürfen die Menschen ohne Anmeldung ins Geschäft, allerdings gelten neben der Maskenpflicht Abstandsregeln. Die Kundenzahl ist daher je nach Ladengröße begrenzt. Doch damit haben die Händler bereits Erfahrung und geben etwa abgezählte Einkaufskörbe aus, um den Überblick zu behalten. Da sehen die HGV-Vorstandsmitglieder kein Problem.

Sie wissen: Auch für die Mitarbeiter ist die Öffnung extrem wichtig. Die meisten seien bisher in Kurzarbeit, sagt HGV-Vorstandsmitglied Andreas Schoell, Inhaber von Sport-Schoell: "Die Öffnung ist bitternötig, psychologisch, aber auch wirtschaftlich." Denn "jetzt geht es für die meisten um die Existenz", ergänzt HGV-Vorstandsmitglied Martin Röttele vom Herrenmodegeschäft Röttele.

Viele Kunden fragten schon, wann sie wieder kommen dürfen, berichtet er und kündigt an: Nun können sie sich auf frische Frühlings- und Sommerware sowie auf Winterware zu Sonderpreisen freuen.

Einen speziellen Ausverkauf unter dem Titel "Gmünd macht Outlet" plant HGV-Geschäftsführerin Simone Klaus zusammen mit Christine Hüttmann und Sabrina Hieber vom Programm "Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ). Dabei sollen alle Händler ihre Waren vier Tage lang auf Ständern und Tischen vor ihrem Geschäft anbieten – draußen, weil die Infektionsgefahr dort geringer ist. "Gmünd macht Outlet" soll ab Mittwoch bis Samstag, 17. bis 20. März, laufen – vorausgesetzt, das Wetter macht mit und die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liegt weiterhin unter 50.

Erst mit der Gastronomie wird es zum Einkaufserlebnis.

Dr. Christof Morawitz, HGV-Vorstandsmitglied

Weil die Inzidenz im Kreis Schwäbisch Hall 141 beträgt, darf Andreas Schoell zwei seiner insgesamt fünf Sportgeschäfte am kommenden Montag nicht öffnen. Fürchtet er, dass viele Leute aus Kreisen mit höherer Inzidenz und geschlossenen Geschäften hierher zum Einkaufen kommen? Das sei schon möglich, doch zunächst freue er sich über Kunden und setze darauf, dass das Hygienekonzept greift.

Doch "bei aller Freude, es ist ganz wichtig, dass auch die Gastronomie öffnen darf", erklärt Martin Röttele. Anfangs werden die Menschen in die Stadt kommen, um zu besorgen, was sie dringend benötigen, pflichtet HGV-Vorstandsmitglied Dr. Christof Morawitz ihm bei: "Erst mit der Gastronomie wird es zum Einkaufserlebnis."

Für 22. März sei die Öffnung der Außengastronomie in Aussicht gestellt – und die Sehnsucht danach sei groß. Doch letztlich komme es auf das Verhalten der Leute an, wie es mit den Öffnungen weitergeht. Auch beim Handel. Steigt die Inzidenz an mehr als drei Tagen hintereinander auf über 50, darf es nur Einkaufen nach Terminvereinbarung geben, bei über 100 dürfen Händler lediglich bestellte Ware zur Abholung ausgeben, sagt Andreas Schoell. Doch "wir sind gut gerüstet", meint Martin Röttele zu diesen Szenarien.

Zudem werde der Handel ab 1. April auch in der Lage sein müssen, die Mitarbeiter regelmäßig zu testen, sagt Christof Morawitz. Aktuell fehlten dafür allerdings noch die Schnelltests.

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