Gmünder Kitas in Sachen Sprache sehr gut

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In den 14 städtischen Kitas, darunter etwa "Emerland" in Straßdorf, funktionieren offenbar vor allem die Bereiche „Interaktionen“ sowie „Sprachliche und kognitivive Anregungen“ gut bis sogar sehr gut.

Stadt legt Zwischenbericht zur Qualitätsentwicklung in 14 Einrichtungen vor.

Schwäbisch Gmünd. Kindertagesstätten müssen Kindern Angebote unterbreiten, damit die Kleinen sich entwickeln. In den 14 städtischen Kitas in Gmünd funktionieren offenbar vor allem die Bereiche „Interaktionen“ sowie „Sprachliche und kognitivive Anregungen“ gut bis sogar sehr gut. Gerade im Bereich „Sprache“ schneiden die Gmüder Kitas am besten ab. Verbesserungsbedarf gibt es noch im Bereich „Pflege und Routinen“. Das ist das Zwischenergebnis zur Entwicklung eines Qualitätsmanagementsystems in den städtischen Kindertageseinrichtungen, das in der kommenden Woche dem Sozialausschuss des Gemeinderats vorgelegt wird.

„Positiv entwickelt“

Wie wichtig die pädagogische Qualität schon im vorschulischen Bereich ist, ist inzwischen unbestritten, stellt die Stadtverwaltung fest. Deshalb hatte der Gemeinderat 2019 ein Qualitätsmanagementsystem für die städtischen Kitas angestoßen. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule (PH) sollten die pädagogischen Angebote für Kinder bis sechs Jahre strukturiert und ihre Qualität geprüft, bei Bedarf verbessert werden. Dafür wurden regelmäßige Schulungen durch die Pädquis-Stiftung, die sich der Förderung der frühkindlichen Bildung verschrieben hat, eingerichtet.

Ein Team der PH um Prof. Dr. Stefan Faas prüft durch Befragungen von Erzieherinnen und Eltern die Fortschritte. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse des Teams kommt die Stadtverwaltung zu dem Zwischenfazit: Die Qualität der pädagogischen Arbeit in den städtischen Kitas hat sich 2020 und 2021 positiv entwickelt. Verglichen mit überregionalen Bewertungen erreichten die Gmünder Kitas in den meisten Punkten zumindest mittlere Qualität - diese Einstufung wurde als Mindeststandard gesetzt. Als gut bis sehr gut sei der Austausch eingestuft worden, den es zwischen Fachkräften und Kindern sowie zwischen den Kindern untereinander gebe.

Handlungsbedarf

In anderen Punkten gab es noch Handlungsbedarf. So wurden im ersten Jahr der Untersuchung, 2020, „in einigen Einrichtungen insbesondere Aspekte der materiellen Ausstattung sowie der Hygiene als noch nicht ausreichend beurteilt“, heißt es in der Sitzungsvorlage zu diesem Thema. Bereits behoben worden seien festgestellte Sicherheitsproblematiken im Innen- und Außenbereich sowie Aspekte der Beaufsichtigung. Was die Vorbereitung auf die Schule angeht, bestehe noch deutlicher Handlungsbedarf - nicht nur in Gmünd, sondern bundesweit. Aufholen müssten die Gmünder Kitas im naturwissenschaftlichen Bereich, wogegen sie in Sprache sehr gut abschneiden.

Ausdrücklich weist die Verwaltung auch darauf hin, dass die Corona-Situation die Ergebnisse beeinflusst habe. So wurde zum Beispiel in der ersten Untersuchung der PH stellenweise noch zu wenig Platz für die Kinder, um den notwendigen Abstand beim Schlafen und Ruhen zu halten, moniert. Auch fehlten Möglichkeiten, die Matratzen so aufzubewahren, dass sie aus hygienischen Gründen nicht aneinander kamen. Dazu stellt die Verwaltung fest: „Sofern möglich wurden die angemerkten Punkte bereits bearbeitet oder befinden sich in der Nachbesserung. „Dies gelte insbesondere für festgestellte Sicherheitsmängel. ⋌wof

Der Sozialausschuss tagt am Mittwoch, 19. Januar, ab 16 Uhr im Hans-Baldung-Grien-Saal des CCS.

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