Gmünder Literaturtage „wortReich“: Meisterwerk, Marathon und mehr

+
Vom 21. Oktober bis zum 20. November finden zum neunten Mal die Gmünder Literaturtage „wortReich“ statt.
  • schließen

Revolutionäre Erkenntnisse zu Bach und Edgar Selge: Was die neunten Gmünder Literaturtage zwischen dem 21. Oktober und dem 20. November alles zu bieten haben.

Schwäbisch Gmünd

Vom 21. Oktober bis zum 20. November finden zum neunten Mal die Gmünder Literaturtage „wortReich“ statt, die Ralph Häcker zurecht als Festival bezeichnet.

Passend zum Jahr 2022 gibt es 22 Veranstaltungen. Lesestoff in vielerlei Formaten, vom „Runden Tisch Literatur“ sachkundig zusammengestellt. Hier ein Ausriss.

Die Eröffnung mit Oberbürgermeister Richard Arnold bringt Autor Ewald Arenz mit „Alte Sorten“, einem Buch, das als kleines psychologisches Meisterwerk gilt.

In der Theaterwerkstatt wird's deftig am 22. Oktober: Maria Hafner und Franz Josef Strohmeier versprechen eine literarisch-musikalische Zeitreise. Der bekannte Schauspieler Edgar Selge gastiert im CCS Stadtgarten mit seinem Buch „Hast du uns endlich gefunden“. Die Geschichte des Zwölfjährigen „zwischen Gefängnismauer und klassischer Musik“, heißt es im Programm.

Russland und die Ukraine stehen bei der VHS im Mittelpunkt. An fünf Dienstagvormittagen führt Elena Konson in Klassiker der russischen Literatur und ihre Autoren ein und stellt ukrainische Schriftsteller vor. Abgerundet wird diese Reihe von „Alles lauter Wunder“ am 28. Oktober mit einem literarisch-kulinarischen Vortrag über die ukrainische Küche.

Ein aktuelles Thema greift der Vortrag der Historikerin, Politologin und Journalistin Dr. Susanne Spahn auf. „Desinformation als Schutzschild und Waffe“ beleuchtet die Rolle der russischen Medien im Ukraine-Krieg, am Dienstag, 8. November, im Saal der VHS.

Am gleichen Nachmittag präsentiert der Musikwissenschaftler Dr. Meinolf Brüser revolutionäre Erkenntnisse zu Johann Sebastian Bach in der Pädagogischen Hochschule, die die Bachforschung neu aufrollt.

Das Jahr 2021 verbrachte Irina Peter als Stadtschreiberin in Odessa und beschreibt ihr Eindrücke und die wechselvolle Geschichte der Menschen in „Letztes Jahr in Odessa?“. Der Termin hierfür ist der 16. November.

Saisonarbeiter gab es schon im 19. Jahrhundert, fand Autorin Gesa Schröder heraus. In der Theaterwerkstatt liest sie am 29. Oktober aus „Auf der Passhöhe“, die Geschichte einer jungen Archäologin über ihre verschollene Familie, die aus dem Friaul nach München kommt, um in den Ziegeleien zu arbeiten.

Einen Marathon im Sinne des Wortes liefern zwei Schauspieler der Esslinger Landesbühne Esslingen in Edorado Erbas „New York Marathon“ im Festsaal des Prediger am 30. Oktober.

Mit Gesang, Klavier und einer Band tritt der vielen Gmündern bekannte Muchtar Al Ghusain am 6. November in der Theaterwerkstatt auf: „wunde heimat – Von Schmerzen, Sehnsucht und Wundern“, vertonte Gedichte von Heine, Kaleko, Celan, und Rühmkorf.

Aus Gmünd kommen „Jahreszeiten – Lebenszeiten“, eine musikalische Lesung des Literarischen Kreis ‘99, und „Silbern wie die Sichel des Mondes“ des Gmünder Autorenkreises zur Ausstellung „timeless silver“. Zu Halloween lässt das Ensemble Sektion 3 und Chris Kaiser den Sand sprechen in „Wer schreit, verliert - VIII“ mit Annabella Akçal und Sarah Gros NF, die schaurigen Figuren ihre Stimme geben.

Das Programmheft hält noch mehr bereit. Es liegt in vielen öffentlichen Stellen wie Buchhandlungen, Rathaus, i-Punkt oder VHS aus.

Aktuelle Informationen, das Programm sowie Vorverkaufsstellen und Eintrittspreise finden sich unter www.schwaebisch-gmuend.de/veranstaltungskalender.html.

Zurück zur Übersicht: Stadt Schwäbisch Gmünd

Kommentare