Gmünder Sommer startet mit Gesang und Handwerkskunst

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Staufersaga Fünfknopfturm
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Zum Auftakt des Gmünder Sommers standen am Sonntag bei Gottesdienst und Konzert die Mütter im Vordergrund. Doch auch Kinderherzen und staufischen Handwerk gab es.

Schwäbisch Gmünd

Den Auftakt zum Gmünder Sommer bildete am Muttertag ein ökumenischer Gottesdienst im Remspark mit der evangelischen Dekanin Ursula Richter und dem katholischen Dekan Robert Kloker. Musikalisch umrahmt von den Gmünder Münsterspatzen, geleitet von Andrea Beck und am Piano von Kirchenmusikdirektor Stephan Beck, standen die Mütter im Vordergrund des Gottesdienstes. „Mütter sind wertvoller als jeder Edelstein und jedes Geld der Welt“, sprach Dekan Kloker, die Dekanin Richter bat Gott im Gebet darum, allen Müttern das im Guten zu vergelten, was sie in ihrem Leben geleistet haben.

Muttertagskonzert Open Air

Mit einem flotten Marsch „Wien bleibt Wien“, stimmte das Gmünder Kurorchester unter der Leitung von Musikschulleiter Friedemann Gramm im Anschluss auf das traditionelle Muttertagskonzert ein. Ramona Kunz-Glass, Präsidentin des Stadtverbands Musik und Gesang, zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut, nach zwei Jahren mit digitalen Konzerten, wieder so viele Menschen im Foyer des Congress-Centrum-Stadtgarten begrüßen zu können. Mit dem Muttertagskonzert werde die „Open-Air-Saison“ im Stadtgarten eröffnet. Sängerin Gertrud Dangelmaier interpretierte „Moon River“, ihre Sopranstimme füllte den Saal auf wunderbare Weise aus.

In Anlehnung an die anstehenden Feierlichkeiten zu den Jubiläen der Städtepartnerschaften der Stadt Gmünd, präsentierten die Kurmusiker einen bunten Strauß an landestypischen Liedern aus England, den USA, Frankreich und Ungarn. Bei „O sole mio“, konnte Maurizio Orlando von der Gmünder Stadtverwaltung mit viel Gefühl, Italien gesanglich vertreten und die „Sonne in den Saal“ bringen. Feurige Klänge gab's beim „ungarischen Tanz Nummer 5“, der manchen Fuß zum Wippen stimulierte. Nach zwei Jahren wieder ein Muttertagskonzert „live“ zu erleben, darüber freute sich auch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, der Gmünds Aura und Flair mit dem einer Kurstadt verglich.

Aktion Denkmal mit Herz

Kirchen und Denkmäler machten die Seele Gmünds aus, spannte Arnold den Bogen zur Eröffnung der Aktion „Denkmal mit Herz“. Diese verbinde eine „gute Sache mit Denkmälern“. Sylvia Paul, Vorstand der Stiftung Kinderherz, umriss die Anliegen der bundesweiten Aktion, bei der sich die Stiftung gemeinsam mit Fachärzten um herzkranke Kinder kümmere.

Zwölf dieser „Kunstherzen“ sind verteilt an verschiedenen Denkmälern der Stauferstadt zu finden, die sich auf einem Parcours durch die Stadt erstrecken. Die liebevoll gestalteten Unikate namhafter Künstler stehen sinnbildlich für die verschiedenen Herzdefekte der kranken Kinder.

Das „Kunstherz“ von Herzogin Diane von Württemberg erhielt dabei einen Ehrenplatz im Fünfknopfturm, der am Sonntag offiziell vom Verein Staufersaga aus dem Winterschlaf erweckt wurde. In einer Sonderausstellung im Erdgeschoss wird das Kunstwerk der Herzogin auf einem „Ehrenpodest“ präsentiert, umrahmt von Tafeln, die die enge Verbindung der Herzogin mit der Stadt Gmünd demonstrieren.

Für alle Mütter gab es bei den Staufern handgefertigte Lavendelherzen, „die an die Aktion KinderHerz“ erinnern sollen, meint Gundi Mertens, aus der Vereinsvorstandschaft. Den „Weckdienst“ des Turms übernahmen die Repräsentanten der mittelalterlichen Gewerke, die sich am Fuße des Turms niedergelassen hatten und denen man beim Bandweben, Sarwürken, Specksteinschnitzen und weiteren Gewerken über die Schulter schauen konnte. Allerhand mittelalterlich gewandete Menschen, vom Bettler über den Katapultbediener bis hin zum fein gekleideten Edelmann, brachten ein buntes staufisches Leben unter den Turm. Etwas Mittelalterliches für das Ohr boten Barbara Weller mit den Zisselberg Zeisigen und Susanne Wiker mit ihrem Flöten-Ensemble. Denise Fürstenau und Susanna Rados sowie die Hübschlerinnen der Staufersaga zeigten ihre Tanzkünste. 

Staufersaga Fünfknopfturm
Gottesdienst
Denkmal mit Herz
Staufersaga Fünfknopfturm
Konzentriert agieren die Streicher beim Muttertagskonzert.
Muttertagskonzert im Stadtgarten.
Staufersaga Fünfknopfturm
Muttertagskonzert
Gottesdienst

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