Gmünder Weihnachtsmarkt: Budenzauber mit Bändele

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Weihnachtsmarkt GD
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Der Gmünder Weihnachtsmarkt läuft wieder in der Stadtmitte ab, allerdings mit geänderten Regeln.

Schwäbisch Gmünd

Wie läuft der Weihnachtsmarkt in Gmünd in diesem Jahr ab? Dazu möchte der Eventmanager der Touristik- und Marketing GmbH, Robert Frank, eigentlich gar nichts mehr sagen. „Es sind noch Dinge zu klären“, ist seine erste Auskunft dazu. Viele halb- oder Unwahrheiten kursierten bereits in der Bevölkerung. „Das Gerücht von einer 3G-Regel ohne Maske und Abstand schwirrt durch die Gegend“, nennt er als Beispiel. Dabei kann Frank selbst noch nicht endgültig sagen, wie die Regeln im Gmünder Weihnachtsdorf aussehen werden. „Wir planen auf Vorgabe des Ministeriums“, aber die Corona-Verordnung der Landesregierung könne sich jederzeit noch ändern.

Stand jetzt wird das Gmünder Weihnachtsdorf nicht umzäunt sein, schon damit Passanten auch ungehindert zu den umliegenden Geschäften und Dienstleistern gelangen können.

Wer belegen kann, dass er oder sie geimpft, genesen oder getestet ist, bekommt farbige Bändele fürs Handgelenk - unter anderem im i-Punkt und im Bürgerbüro, aber auch an Kontrollstellen an den Eingängen zum Markt. Wer einen solchen Bändel vorweisen kann, darf an den Ständen auf dem Markt Speisen und Getränke konsumieren. Auch eine Kontakt-Nachverfolgung ist wieder vorgesehen. Wer sich kein Bändele besorgt, darf ebenfalls auf das Marktgelände, allerdings nur zum Einkaufen. Die Standbetreiber mit Speisen und Getränken müssten also dringlich darauf hingewiesen werden: „Ihr dürft nur Glühwein, Bratwurst & Co. nur verkaufen an diejenigen, die ein Bändele vorzeigen.“ Eine Bühne auf dem Marktplatz oder ein musikalisches Rahmenprogramm wird es in diesem Jahr nicht geben. „So ist das Ganze umsetzbar“, schätzt Robert Frank die derzeitige Planung ein. Allerdings „kann alles in der nächsten Woche ganz anders sein“.

Wichtig für Standbetreiber

Dass der Weihnachtsmarkt überhaupt stattfinden kann, ist nicht nur wichtig für die Stadt, unterstreicht Robert Frank. Es sei auch wirtschaftlich lebenswichtig für die Standbetreiber, von denen ohnehin schon manche aufgegeben hätten. Allerdings gebe es auch Nachfragen anderer Anbieter, so dass der Gmünder Weihnachtsmarkt in diesem Jahr wieder die gleiche Größenordnung haben werde wie in früheren Jahren - Stand jetzt.

Dass Weihnachtsmärkte überhaupt wieder stattfinden können, ist erst seit wenigen Tagen klar. Erst da hatte sich das Sozialministerium des Landes mit den Kommunalen Landesverbänden und Vertretern aus der Schaustellerbranche geeinigt. Sollten sich die Infektionszahlen jedoch wieder stark erhöhen, könnte zum Beispiel die 2G-Regel (also geimpft oder genesen) kommen.

Der Gmünder Weihnachtsmarkt startet am 25. November und wird bis 21. Dezember gehen. Auch die anderen großen Städte im Ostalbkreis planen wieder weihnachtlichen Budenzauber. In Aalen soll das Weihnachtsland nur einen Tag nach dem Gmünder Markt öffnen und bis 23. Dezember auf dem Spritzenhausplatz stehen. in Ellwangen soll der Weihnachtsmarkt von 3. bis 5. Dezember in der Fußgängerzone ablaufen - Stand jetzt.

Ihr dürft Glühwein, Bratwurst & Co. nur verkaufen an diejenigen, die ein Bändele vorzeigen.“

Robert Frank, Über eine Vorgabe an Standbetreiber
  • Markt ist nicht gleich Markt
  • Der Kirchweihmarkt sorgt noch deutlich vor dem Weihnachtsmarkt für Budenzauber rund um die Johanniskirche. Von Donnerstag, 14., bis Sonntag, 17. Oktober, bieten nach Angaben der Stadtverwaltung rund 100 Händler auf Johannis- und Marktplatz ihre Produkte an. Damit liegt die Beteiligung der Händler etwa in der gleichen Größenordnung wie früher, sagt Rathaussprecher Markus Herrmann. Für den Kirchweihmarkt gelten allerdings andere Corona-Vorschriften als für den Weihnachtsmarkt. Als Grund nennt Herrmann das unterschiedliche kulinarische Angebot der beiden Märkte. Gleich ist: Auch auf dem Gebiet des Kirchweihmarkt gilt Maskenpflicht.

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