Gmünder Weihnachtsmarkt nur mit aufwändiger Einlasskontrolle

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Nach einem Jahr ohne Gmünder Weihnachtsmarkt soll er 2021 wieder stattfinden.
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Was die Organisatoren von Großveranstaltungen derzeit planen und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen.

Schwäbisch Gmünd. Der Duft von Tannengrün, Glühwein und Lebkuchen kehrt voraussichtlich am 25. November in die Gmünder Innenstadt zurück. Nach einem Jahr ohne Weihnachtsmarkt soll er 2021 wieder stattfinden. „Wir sind voll in der Planung“, sagt Robert Frank, Event-Manager der Touristik- und Marketing GmbH. Jetzt hofft T&M-Geschäftsführer Markus Herrmann, dass die bis dahin gültige Corona-Verordnung keinen Strich durch die Rechnung macht.

Die möglichen Standbetreiber des bis 21. Dezember dauernden Weihnachtsmarkts sind informiert, aktuell kümmert sich Robert Frank auch schon um das Rahmenprogramm, um Chöre und Musikvereine, die dort auftreten sollen. Bis Ende Oktober müsste das alles unter Dach und Fach sein. Für Robert Frank ist das auch der Zeitpunkt, an dem spätestens die Reißleine gezogen werden muss, falls die Pandemie dazwischen grätscht. Ob es wie in früheren Jahren bis zu 70 Stände geben wird, das hänge nicht nur von Corona ab, sondern auch von den Zusagen der Standbetreiber.

Für die Veranstalter hängen die Hürden aber höher als vor Corona. Für den Abstand untereinander seien Besucherinnen und Besucher selbstverantwortlich. Andere Herausforderungen müssen gemeistert werden: Weil nur Geimpfte, Genesene und Getestete rein dürfen, müsse man das Gelände einzäunen. Vom Sonnengässle bis zum Marktgässle oder der Kornhausstraße gibt es aber 15 Zugänge. Sie alle müssten entweder besetzt oder mit digitalen Einlasskontrollen und Drehkreuzversehen werden.

„Nicht ganz billig“, wie Robert Frank weiß. Er rechnet mit Kosten von 2000 Euro pro Stück für vier Wochen. Weitere Anforderung: Auch Personal ist nötig, weil mal ein Gerät streiken kann, weil Gäste ohne Corona-App oder Luca-App einen Zettelausfüllen müssen. Noch ungelöst sind die Fragen, wie Anwohnerunkompliziert in ihre Häuser kommen können, wie Kunden ohne Weihnachtsmarkt-Ambitionen in die Geschäfte des Einzelhandelsgelangen können. Schließlich sei zu gewährleisten, dass auch die Rettungsdienste rasch aufs Gelände fahren können.

Sicherheit für die Planung

Robert Frank ist daran gelegen, die Herausforderungen zu meistern, denn „ein großer Prozentsatz der Standbetreiber lebt ja von diesem Geschäft“. Und viele von ihnen säßen seit März 2020 auf dem Trockenen. Und alle bräuchten eine Perspektive und Planungssicherheit. „Die Händler müssen jetzt die Ware einkaufen, die sie vor Weihnachten brauchen“,so der Event-Manager. Die Politik habe einen ersten Schrittunternommen, der solche Ereignisse zulässt. Der Verzicht auf die Inzidenz als alleinigen Indikator ziele in diese Richtung. Welche Auflagen im Detail für Standbetreiber nötig sind, die Speisen und Getränke ausgeben, ist noch offen. In der Vergangenheit waren es 22 Glühwein- und Essensstände auf dem Weihnachtsmarkt.

Die Händler müssen jetzt die Ware einkaufen, die sie vor Weihnachten brauchen.

Robert Frank, Touristik und Marketing

Weitere Großereignisse

Längst durchgeplant ist das Ereignis „Garten, Gold & Gsälz“: Rund 100 Aussteller verteilen sich im gesamten Remspark. Da gibt es Anregungen für den eigenen Garten. Schmuckobjekte rücken das traditionelle Kunsthandwerk in den Mittelpunkt und Leckereien wie Apfelmost von heimischen Streuobstwiesen bis zum selbstgemachten Gsälz ergänzen das Angebot. Am Ende werden dort die Gmünder Gsälzkönigin und der Gmünder Gsälzkönig gewählt. Auch dort gibt es Einlasskontrollen, weil es nur zwei Tage dauert, ist manueller Einsatz möglich.

Robert Frank hat aber auch den Kirchweihmarkt im Oktober im Blick. Der soll vom 14.bis 17. Oktober aus heutiger Sicht auf jeden Fall stattfinden. Außerdem laufen die Planungen für das Guggenmusik-Treffen im Februar 2022 auf Hochtouren. In diesem Jahr wurde es wegen Corona abgesagt.

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