Gmünds CityCenter erhält nach und nach ein neues Gesicht

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Besitzer Mira Nowak und Bernd Schmitt setzen auf mehr Gastronomie. Mit weniger Kundenstoppern wollen sie Unordnung beseitigen.

Schwäbisch Gmünd

Die Besitzer des neuen Teils des Gmünder CityCenters, Mira Nowak und Bernd Schmitt von der KA Immo Management GmbH in Karlsruhe, entwickeln Gmünds größtes innerstädtisches Einkaufszentrum konsequent weiter: Im November wird im Erdgeschoss der Lebensmittelhändler Tegut eröffnen, im Oktober startet im Untergeschoss der Schuhhändler Deichmann.

Schmitt und Nowak gestalten das Einkaufszentrum nach und nach neu. Gegenüber der Bäckerei Berroth wird voraussichtlich Ende November ein indisches Restaurant öffnen. Neben den 40 Sitzplätzen, die dort entstehen, gibt es auch Take away, indisches Essen zum Mitnehmen also. Betreiber ist die GS Gastronomie, das "Namaste" wird ihr siebtes Lokal in Gmünd sein, sagt Sridevan Sriskanderajah. In diesen Tagen beginnt er mit dem Umbau. Für die Küche hat er eigens Köche aus Indien engagiert. Das "Namaste", zu deutsch "Willkommen", sieht Bernd Schmitt als Teil eines neuen Konzeptes des CityCenters. Der Einzelhandel, meint der Geschäftsführer, sei in Veränderung. Im Trend seien dabei so genannte "Food Courts", Passagen mit mehreren Restaurants. Schmitt setzt darauf, dass derjenige, der etwas essen will, das CityCenter nicht verlassen will. Sriskanderajah teilt die Einschätzung, auch er sieht diesen Trend.

Eine weitere Neuerung im CityCenter ist kostenloses WLAN. Den Besitzern des CityCenters dient dieses auch dazu, unter Beachtung des Datenschutzes Kundenströme zu messen. Die ermittelten Besucherzahlen wollen sie ihren Mietern kommunizieren – in beiderseitigem Interesse, sagt Schmitt.

Der Einzelhandel ist in Veränderung.

Bernd Schmitt, CityCenter-Besitzer

Gestoppt haben Schmitt und Nowak die Kundenstopper. Das sind die Tafeln, die Einzelhändler vor ihren Geschäften aufstellen, um auf ihre Angebote aufmerksam zu machen. Die gibt es im CityCenter nun nicht mehr. Schmitt sieht in ihnen eine "Unordnung", die er ersetzen wollte – durch ein moderneres Werbekonzept. Dazu hat er das Start-up-Unternehmen "Oohlemon" an Bord geholt. Dessen Köpfe, Waldemar Friesen und Milosz Nowakowski, haben fürs CityCenter ein Konzept entworfen. Auf drei Etagen gibt es eine digitale Wand, auf der Werbung erscheint. Verzichten die Mieter des neuen Teils des CityCenters auf Kundenstopper, dürfen sie die Werbebildschirme kostenlos nutzen. Sie müssen nur ihre Werbung selbst über eine App oder eine Website hochladen. Über kurz oder lang wollen Schmitt und Nowak die Werbung auch Kunden außerhalb des CityCenters anbieten. Diese erhalten sie nicht kostenlos.

Schließlich suchen die CityCenter-Besitzer einen neuen Betreiber für die Eisdiele in Richtung Höferlesbach. Der bisherige Pächter sei insolvent, sagt Schmitt. Er und Nowak hätten dort gerne wieder eine Eisdiele. Umziehen werde im Obergeschoss das Erotikgeschäft Orion. Da dieses mehr Platz brauche, sei der Mietvertrag des Reisebüros neben Orion nicht verlängert worden. Abgerissen werden soll in naher Zukunft das Bildstein-Gebäude im Süden des Centers. Dort werde vorerst nichts entstehen, längerfristig irgendwann Büroräume.

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