Gmünds OB will neuen Anlauf für die Hornberg-Gaststätte

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Das einstige "Höhenrestaurant" auf dem Hornberg ist seit Jahren zu. Das soll sich laut Gmünds OB Richard Arnold schnellstmöglich ändern. Die Gmünder Fliegergruppe begrüßt positive Veränderungen in dem Bereich.
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Gelingt es, den Hornberg für Ausflügler attraktiver zu machen? Gmünds OB Richard Arnold hofft darauf – und will mit allen Beteiligten reden.

Schwäbisch Gmünd

So kann's nicht weitergehen", sagt Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold und meint den Stillstand auf dem Hornberg. Das einstige "Höhenrestaurant" ist seit Jahren zu, es gibt keine Toilette, keinen Kiosk, und das am vielleicht beliebtesten Gmünder Ausflugsziel auf der Alb.

Und warum der Dornröschenschlaf? Klaus-Peter Fischer, Geschäftsführer der "Drei König Lebensmittelservice GmbH & Co. KG", der das Lokal gehört, will sich derzeit nicht dazu äußern. Doch keiner der Hornberg-Anlieger, mit denen man redet, spricht sich gegen Arnolds Initiative aus. Im Gegenteil: "Wir freuen uns immer, wenn sich etwas verbessert", sagt Stefan Kroboth, der Vorsitzende der Gmünder Fliegergruppe. Der 140 Mitglieder starke Verein hat das Fluggelände und die dazugehörenden Gebäude vor fünf Jahren dem Baden-Württembergischen Luftfahrtverband abgekauft. Kroboth würde auch eine wieder offene Gaststätte begrüßen: "Uns fehlt die auch", sagt er. Woran die lange Schließung letztlich liegt, das wisse er auch nicht. "Aber wir sind offen für ganz vieles", sagt der Vorsitzende.

Es ist vier Jahre her, da hat auch Klaus-Peter Fischer im Gespräch mit der GT betont, dass er eine Wiedereröffnung anstrebe – "wenn die Rahmenbedingungen stimmen". Dass die zuletzt offenbar nicht gepasst haben, darauf deuten die vielen Pächterwechsel und zwischendurch immer wieder Schließungen der Gaststätte in ihren letzten aktiven Jahren hin.

So kann's nicht weitergehen.

Richard Arnold, Oberbürgermeister

Nun will OB Arnold offenbar seine Gestaltungsfreude und seine Vermittler-Fähigkeiten am Hornberg-Problem erproben: "Ich merke, dass ich das machen muss." Nicht wie beim Innenstadtgipfel, sagt er, eher mit Einzelgesprächen. "Ich will sehen, wo der Schuh drückt. Und ich bin gerne bereit, alle zusammen zu bringen." Denn im Grunde seien die Voraussetzungen gut am Hornberg, dessen Wert als Naherholungsgebiet für Familien sich in der Corona-Zeit noch mehr gezeigt habe: "Der Flugbetrieb, das Natur- und Landschaftsschutzgebiet, der Hornberg als großer Anziehungspunkt im Winter, wenn es Schnee hat", darauf müsse man doch aufbauen können.

Sandra Calvin, die auf dem Hornberg das Hostel mit seinen 47 Übernachtungsplätzen betreibt, bestätigt die positive Einschätzung des OB: "Wenn ich sehe, wie viele Leute da oben unterwegs sind", sagt sie und erzählt, dass die Autonummern die überregionale Anziehungskraft des Hornbergs zeigen: "Es kommen nicht nur Gmünder, auch Leute aus Waiblingen und Stuttgart."

Für die vielen Besucher würde sich der OB erst mal eine Toilette wünschen, auch einen Kiosk fände er gut. Sandra Calvin würde sich eines noch sehnlicher wünschen, damit keine stinkenden Tütchen mehr in privaten Müllereimern versenkt werden: "Eine Hundetoilette wäre wichtig."

Das Kalte Feld und seine Gaststätten

Das Kalte Feld ist die höchste Erhebung in Ostwürttemberg. Nach Nordnordosten fällt das Kalte Feld zunächst um eine Stufe zum rund 700 Meter hohen Hornberg ab mit dem Aussichtspunkt Luginsland an seiner Spitze.

Furtlespass: Der Sattel des Furtlespasses verbindet den Hornberg nach Osten mit dem Bernhardus.

Die Gaststätten: Auf der Hochebene des Kalten Feldes steht die Gaststätte Knörzerhaus sowie an der höchsten Stelle das ebenfalls bewirtschaftete Franz-Keller-Haus, ein Wanderheim des Schwäbischen Albvereins. Auf dem Plateau des Hornbergs liegt der Segelflugplatz Hornberg.

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