Gottes Leuchtspurenim Alltag entdecken

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Lichtmess Richter
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Gmünds evangelische Kirchengemeinde feiert Lichtmess mit einem Segnungsgottesdienst am Mittwochabend.

Schwäbisch Gmünd

Genau 40 Tage nach der „Heiligen Nacht“ und somit der Geburt von Jesus wird mit dem Lichtmesstag die Weihnachtszeit beendet. Gmünds Dekanin Ursula Richter lud am Mittwoch, dem Lichtmesstag, die evangelische Kirchengemeinde in der Augustinuskirche ein, im Segnungsgottesdienst „die Leuchtspuren Gottes“ zu entdecken und den wohltuenden Worten und der Musik zu lauschen.

Die Menschheit benötige dieser Tage so nötig das Licht. Der Lichtmesstag zeige auf, dass „das Licht von Weihnachten mit uns durch das Jahr geht“. Das Licht sei das Symbol für Jesus Christus, das Licht der Welt, der die Finsternis überwand. Lichtmess sei der Tag, an dem die Kurve des zunehmenden Tageslichts steil ansteige, so dass die Tage, für alle sichtbar, heller und länger werden. Licht tue gut und wärme von innen. „Der am Anfang das Licht schuf und es Morgen werden ließ, der ist uns jeden Morgen und Abend mit seinem Licht gut.“

Pfarrer Reiner Kaupp zeigte im Gebet auf, dass man sich nach langen dunklen Tage nach Licht, Zuversicht und Frieden sehne und bat mit der Kirchengemeinde um das Erscheinen des göttlichen Lichtes, das die Erde erleuchten und die Herzen erfüllen soll. Auffallend in der Augustinuskirche sei der Strahlenkranz im Chor mit der aufgehenden Sonnen, die Jesus Christus symbolisiere, stellte die Dekanin fest. Jesus sei der, der mit der Finsternis umgehen und sie besiegen kann. Er habe die Todesnacht selbst durchlitten. Im Nebel, in der Krise und im Tod halte er die Menschen. Davon zeuge der Strahlenkranz.

Sehnsucht nach Licht

Die Kraft der Sonne sei schon in der Antike verehrt und als Gott angebetet worden, da diese die Dunkelheit besiegen könne. Jeder kenne die Furcht vor dem Dunkel und die Angst, dass die Sonne nicht mehr aufgeht – entweder als Kind in der Nacht oder wenn jemanden ein Schicksalsschlag ereilt. Darum teile die Menschheit die Sehnsucht nach Licht, Wärme und Orientierung. Schon früh haben die Christen in Christus die Sonne erkannt, dessen Licht, Wärme und Kraft nie vergehen wird, erklärte die Dekanin. Jesus sei wie eine aufgehende Sonne über dem Meer aus dem Reich der Dunkelheit auferstanden. In der Bibel könne man in Versen und Texten die Leuchtspuren Gottes erkennen, die davon zeugten, dass Gott nicht möchte, dass wir im Dunklen leben. Mit der Geburt Jesu sei ein neues Licht auf die Erde geschickt worden.

Pfarrer Kaupp erinnerte an das „Leuchtzeichen“ – das Sakrament der Taufe. „Mit der Taufe wird der Mensch ins Licht gestellt.“ Die Taufkerze spende das Licht und erinnere an Gottes Liebe zum Menschen. Kaupp: „Wir dürfen uns mit allem, was uns bedrückt, an Gott wenden.“

Wärmende und wohltuende Klänge verbreiteten während des Gottesdienstes Uta Kabella auf der Flöte und Bezirkskantor Thomas Brückmann an der Orgel. Zum Ende des Gottesdienstes konnten die Besucher, die beim Eingang ausgegebenen Kerzen entzünden und an drei Stellen im Gotteshaus ihren persönlichen Segen von den Geistlichen und ihrem Organisationsteam erteilen lassen.

Mit der Taufe wird der Mensch ins Licht gestellt.“

Reiner Kaupp, Pfarrer
Lichtmess Richter

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