Größter Ausbruch in Seniorenheim

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77 infizierte Bewohner und 37 positiv getestete Mitarbeiter im Senioren-Zentrum am Wetzgauer Berg.

Schwäbisch Gmünd. Mit 77 infizierten Bewohnern und 37 positiv getesteten Mitarbeitern verzeichnet das Seniorenzentrum Wetzgauer Berg den bislang größten Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim im Ostalbkreis. Die Zahlen nannte auf GT-Anfrage Bernhard Rössler, Pressesprecher des Hauses Edelberg. einer Dienstleistungsgesellschaft für Senioren. Zu ihr gehört das Seniorenheim Wetzgauer Berg. Regelmäßige Antigen-Schnelltests von Mitarbeitern und Bewohnern in dem Seniorenheim hätten Ende vergangenen Jahres vermehrt positive Ergebnisse gezeigt, sagte Rössler. Positive Antigen-Schnelltests würden mit PCR-Tests bestätigt. Aufgrund zunehmend positiver Testergebnisse sei am 12. Januar in dem Heim eine PCR-Reihentestung durch das Gesundheitsamt erfolgt. "Das Ergebnis dieser Testaktion waren 48 positiv getestete Bewohner und neun positiv getestete Mitarbeiter". Das Senioren-Zentrum habe danach sofort Schutzmaßnahmen ergriffen. Positiv getestete Mitarbeiter seien in häuslicher Quarantäne, positiv getestete Bewohner in ihren Zimmern in Quarantäne. Pfleger trügen besondere Schutzausrüstung, alle Mitarbeiter FFP-2-Masken. Seit Montag bestehe Besuchsverbot. Mitarbeiter würden täglich mit Antigen-Schnelltests getestet, Bewohner zweimal in der Woche. "Seit Beginn des Infektionsgeschehens sind neun Bewohner verstorben", sagte Rössler. An diesem Freitag waren noch 26 Bewohner und 24 Mitarbeiter positiv, 51 Bewohner und 13 Mitarbeiter sind genesen. "Wegen des auffällig hohen Infektionsgeschehens werden Proben durch das Landesgesundheitsamt sequenziert, um zu prüfen, ob eine Mutante des SARS-CoV-2-Virus vorliegt", sagte Rössler.

Das Gesundheitsamt des Kreises bespricht mit dem Heim Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen, Abstriche und Besuchsverbot, sagte Kreissprecherin Susanne Dietterle. Leider seien die Corona-Zahlen trotzdem sehr hoch. Da das Haus Edelberg zu den großen Einrichtungen im Kreis gehöre, sei der Corona-Ausbruch an den absoluten Zahlen gemessen tatsächlich der bislang größte in einem Heim. "Es zeigt sich damit ein weiteres Mal, dass die Schutzmaßnahmen für solche Einrichtungen wie zum Beispiel Antigentests und FFP2-Masken für Beschäftigte und Besucher durchaus notwendig sind", sagte Kreissprecherin Dietterle.

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