Großbaustelle passt bei Zeit und Kosten

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Mitglieder des Kreistagsausschusses für Bildung und Finanzen besichtigten am Montag die Großbaustelle im Gmünder Berufsschulzentrum.
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Anfang Juli soll der erste Abschnitt der Generalsanierung des Kreisberufsschulzentrums auf dem Hardt abgeschlossen werden. Monitore neben Kreidetafeln.

Schwäbisch Gmünd

Voraussichtlich Anfang Juli markiert der Umzug der Gewerblichen Schule den Abschluss des ersten Abschnitts in der Generalsanierung am Kreisberufsschulzentrum auf dem Hardt. Am Montag besichtigten die Mitglieder des Kreistagsausschusses für Bildung und Finanzen die Baustelle.

Im Plan

Die Kommunalpolitiker waren sehr erfreut, eine Baustelle zu sehen, die sowohl von den Kosten als auch vom Zeitablauf her im Plan liegt. Insgesamt sind rund 30 Millionen Euro für die Generalsanierung des Schulkomplexes veranschlagt.

Jonas Lünz vom mit der Sanierung beauftragten Rottweiler Büro ktl sowie Corina Stephan, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin für Hochbau und Gebäudeunterhaltung und Architektin Anne Katrin Stifani, beide von der Landkreisverwaltung, führten die Kreisräte durch den Bereich, der derzeit umgebaut wird. Sie berichteten, dass auch die beauftragten Firmen von Corona-bedingten Ausfällen getroffen wurden, dies jedoch ausgleichen konnten und insgesamt sehr gute Arbeit leisteten. "Das wird sehr ansprechend", gab Landrat Klaus Pavel seinen Eindruck wieder. Die Schule werde wieder so luftig wie zu Beginn des Kreisberufsschulzentrums in diesem Bau, bevor immer mehr Aufgaben und Erfordernisse dort untergebracht werden mussten.

Der Baustellenbereich innerhalb des Gebäudes ist vom Schulbetrieb völlig abgetrennt, erläuterten die Experten. Die Fassade sei komplett zurückgebaut und erneuert worden. Die dunkle Farbe der Außenhaut sei eher zurückhaltend gewählt worden, sie wirke je nach Einfall des Sonnenlichts etwas anders. Auch die neu angebrachten Fluchttreppen seien sehr leicht gestaltet worden. Leichtigkeit sollen ebenfalls die Fensterbänder vermitteln.

Licht gesteuert

Da wird sich sicher viel verändern.

Landrat Klaus Pavel über Digitalisierung in der Schule

Im Innern dominieren helle Töne, die abgehängte Decke ist weiß. Insgesamt sei bei der Gestaltung nur sparsam Farbe eingesetzt worden: Die Farbe sollen die Schüler ins Schulzentrum bringen. Die Leuchten werden je nach Tageslicht-Einfall automatisch gesteuert, In allen Zimmern wird eine Be- und Entlüftung installiert, in den innen liegenden Zimmern eine Klimaanlage.

Derzeit ist die Gewerbliche Schule am stärksten "betroffen" vom Umbau, die anderen Schularten werden folgen. Die Leiterin der Gewerblichen Schule, Sabine Fath, erläuterte, dass die 116 Lehrer dieser Schule, deren Domizile bisher auf kleine Stützpunkte in der Schule verteilt sind, mit der Sanierung in zwei großen Lehrerzimmern zusammengeführt werden.

Auf Wunsch der Lehrer werden alle Lehrräume mit Monitoren wie auch mit klassischen Kreide-Tafeln ausgestattet. Teilweise könnten die bisher eingesetzten Tafeln sogar wieder eingebaut werden.

"Da wird sich sicher viel verändern in den nächsten Jahren", sagte Landrat Pavel auch in Bezug auf die Digitalisierung des Unterrichts, die gerade während der Corona-bedingten Schließung der Schulen deutlich zugelegt hat. Scherzhaft stellte er die Frage, ob künftig überhaupt noch Schulhäuser nötig seien. Der geschäftsführende Schulleiter des Berufsschulzentrums, Jens-Peter Schuller, stellte fest, dass inzwischen wieder "fast normaler" Betrieb in dem Gebäudekomplex auf dem Hardt herrsche. Bezüglich der Digitalisierung ist er der Ansicht: "Schule ohne Präsenzunterricht geht nicht."

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