Großer Umbruch in St. Elisabeth und Neustart der Seniorenarbeit in Gmünd

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Zentrum der Seniorenarbeit: die Spitalmühle.
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Geplanter Umbau der Wohnbereiche für Obdachlose: Ab 2024 muss Zuschuss der Stadt neu verhandelt werden.

Schwäbisch Gmünd. Die Plätze für Wohnungslose im Haus St. Elisabeth sind eines der Themen, mit denen sich der Sozialausschuss des Gmünder Gemeinderats in seiner nächsten Sitzung an diesem Mittwoch befasst.

Die Stadträte entscheiden über einen jährlichen Zuschuss für die „Notübernachtungsstelle“ von jeweils 33  000 Euro für 2022 und 2023. Danach muss der Zuschuss neu verhandelt werden, weil die Stiftung St. Elisabethenpflege, der das Gebäude gehört, einen umfassenden Umbau plant. In dem mehr als 120 Jahre alte Haus soll dadurch unter anderem die Zahl der Wohnplätze erhöht werden, außerdem ist eine bessere Trennung der Wohnbereiche von Frauen und Männer geplant, um es vor allem Frauen leichter macht, das Hilfsangebot in St. Elisabeth anzunehmen. Mit Hilfe von Spenden soll die noch bestehende Finanzierungslücke geschlossen werden. Der Förderverein hat es sich zum Ziel gesetzt, zwischen 450  000 und 500  000 Euro an Spenden zu sammeln; rund 200  000 Euro sind schon zusammenbekommen. Der Vorsitzende des Fördervereins Begegnungsstätte St.  Elisabeth e.V., Clemens Beil, wird im Sozialausschuss über den Verein berichten.

Senioren die Angst nehmen

Berichten werden auch Mitarbeiterinnen der Seniorenarbeit in Gmünd. Für diese geht es darum, nach zwei Jahren der Corona-Einschränkungen, die ein Kraft- und Balanceakt für die Seniorenarbeit waren, wieder mehr ältere Menschen mit den Angeboten zu erreichen. „Man wird nicht dort weitermachen können, wo man im März 2020 aufgehört hat“, das ist die Einschätzung der Fachleute aus dem Sozialamt. Es sei eine große Herausforderung: Den älteren Menschen müsse die Angst genommen werden, dass sie als „Risikogruppe“ zu Hause bleiben sollen, was wiederum zu Einsamkeit und ihren negativen Folgen führen könne.

Außerdem lässt sich der Ausschuss einen Zwischenbericht geben zum Kinderbildungszentrum in der Weststadt. Das Projekt, für das Gmünd als einer von 19 Modellstandorten in Baden-Württemberg ausgewählt worden war, läuft zunächst bis Ende 2022. Im Kinderbildungszentrum arbeiten die Stauferschule und die Evangelische Kindertagesstätte Brücke zusammen, um durch vielfältige Angebote Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Schule zu erleichtern. Bernd Müller

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