Großes Ziel erreicht: Demenz ist nicht mehr „peinlich“

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Viele Menschen haben sich verdient gemacht und an diesem wichtigen Ziel mitgewirkt. Sie alle haben mit der erfolgreichen Demenzstiftung jetzt das zehnjährige Bestehen gefeiert.
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Wie die Demenzstiftung des DRK in Schwäbisch Gmünd „erfunden“ wurde und mit wem sie jetzt ihr Zehnjähriges feiern konnte.

Schwäbisch Gmünd.

Die Demenzstiftung des DRK in Schwäbisch Gmünd ist aus der Angebotspalette nicht mehr wegzudenken. Und das, obwohl sie „erst“ 2010 gegründet wurde. „Es geht um Herzblut, Menschlichkeit und Emotionalität“, beschrieb der Bürgermeister und DRK-Präsident Christian Baron die „Jubilarin“. Am Dienstag hatte man sich in kleiner Runde eingefunden, um das zehnjährige Bestehen der Demenzstiftung zu feiern.

Wobei Stiftungspräsidentin Irene Meixner einräumte, dass es das Modell eigentlich schon zwölf Jahre lang gibt. Pandemiebedingt konnte man aber das Zehnjährige 2020 nicht feiern. Um so erfreuter sei sie nun, viele Förderer der Stiftung begrüßen zu dürfen. Darunter auch Spender, die unermüdlich im Einsatz seien, um die Stiftungsziele finanziell zu unterstützen. Und so helfen, Angebote für demenziell Erkrankte zu schaffen. Etwa eine Beratung oder auch, ganz aktuell, den Malkurs mit einer Therapeutin.

Beispielhaft die  Mitglieder des DRK-Nähstübles in Heubach, die immer wieder durch ihre Handarbeiten Gelder generieren konnten, um diese dann zu spenden.  „Wir bleiben dran“ versprach Eva Feuerle-Damstra, die mittlerweile die Nähstüble-Leitung an Gretel Burkhardt weitergab. Unter den Gästen war auch Maria Ohnewald, die mit ihrem „Hütchen-Verkauf“ schon viele tausend Euro an die Demenzstiftung übergeben konnte. So auch bei der Jubiläumsfeier: 1900 Euro.

Bruno Bieser beschrieb, wie in seiner Zeit als Kreisgeschäftsführer des DRK Schwäbisch Gmünd die Demenz Stiftung gegründet worden war. „Und der uns Hauptamtliche zur Unterstützung gab“, wie Meixner dankbar erinnerte. Bieser wiederum sah in Irene Meixner die Erfolgsgarantin. Dank ihrer Stiftungsleitung sei das Thema Demenz „aus der Tabuzone“ an die Öffentlichkeit gebracht worden. Er sah in ihr eine „Powerfrau“, die „hoffentlich noch lange den Vorsitz hat“.

Bei der Jubiläumsfeier hatten sich auch die Stiftungsbeiräte Brigitte Wagenblast und Dr. Peter Scheidt eingefunden. Für deren Rückhalt dankte Meixner. Auch den drei Unterzeichnern der Gründungsverträge, Professor Dr. Reinhardt Kuhnert, Reinhold Daiss und Dr. Joachim Bläse, beschied sie „enormen Weitblick“. Ohne diese wäre die Stiftung niemals so weit gekommen, betonte die Stiftungspräsidentin.

In ihren Dank schloss sie alle Helfer ein, die immer wieder nach Benefizauftritten Spenden überreichen konnten. Etwa die MusicalFactory, die Swany Feetwarmers oder auch Swabian Brass. Ebenso die Firma Baur, die mit ihrem Outlet-Verkauf auf dem Gügling stattliche Spenden generierte. An Franz-Xaver Pretzel gewandt, der ihr Stellvertreter ist, bemerkte sie: „Wir waren die ersten.“ Ihm sei es zu verdanken, dass durch seine einstige Tätigkeit als Pflegedirektor an der Stauferklinik die Demenz Stiftung bekannt wurde, wie Bruno Bieser würdigend feststellte.

Die Demenz-Beratung konnte ins DRK-Zentrum in der Weißensteinerstraße integriert werden. Irene Meixner erinnerte sich mit Unbehagen an den ersten Info-Pavillon auf dem Johannisplatz vor zwölf Jahren. „Wir haben weiße Taschentücher mit Knoten verteilt.“ Viele Passanten hätten damals einen großen Bogen um das Pavillon gemacht. Dankbar stellte sie am Dienstag fest:  „Aber das hat sich nun so geändert“.

Sprich, das größte Stiftungsziel aus dem Gründungsjahr ist erfüllt. Demenz ist niemandem mehr „peinlich“.

Irene Meixner ist eine Powerfrau.“

Bruno Bieser,, einstiger DRK-Geschäftsführer

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