„Grünes Wohnzimmer“ am Münster

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Die Grünen- Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang und die Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Häusler haben am Münsterplatz 13 Räume gemietet. Dort wollen sie für die Bürger ansprechbar sein.
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Die Grünen- Abgeordneten Martina Häusler und Ricarda Lang wollen mit Veranstaltungen am Münsterplatz Politik transparent, nahbar und sichtbar machen.

Schwäbisch Gmünd

Erste Gäste haben bereits zugesagt: Landtagspräsidentin Muhterem Aras gehört zu ihnen. Oder aber der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Andreas Schwarz. Sie werden in Gmünd das gemeinsame Büro der Landtagsabgeordneten Martina Häusler und der Bundestagsabgeordneten Ricarda Lang besuchen. Häusler und Lang haben für das, was sie „Grünes Wohnzimmer“ nennen, Räume am Münsterplatz 13 gemietet. Schwarz wird diese im März eröffnen.

Lange war Martina Häusler nach der Landtagswahl im vergangenen Frühjahr auf der Suche nach geeigneten Räumen. Denn von Anfang an hatte sie die Idee, in Gmünd mit einer Anlaufstelle für Bürger vertreten zu sein. Die Abgeordnete merkte schnell, dass es auch im Gmünder Zentrum nicht einfach ist, für diese Zwecke erschwingliche Räume zu finden. Die künftige Bleibe in der früheren Brot- und Feinbäckerei Canz am Münsterplatz teilt sie sich nun mit Ricarda Lang. Beide haben die Räume vom Gmünder Zahnarzt Varujan Karajan gemietet, der das Haus im vergangenen Jahr gekauft hat. Eigentlich wollte Karajan, dass dort wieder eine Bäckerei einzieht. Doch einen solchen Pächter fand er nicht. Stattdessen nun das „Grüne Wohnzimmer“. Mit diesem wollen Lang und Häusler einen Zweck erfüllen, der auch Karajan am Herzen liegt: wieder Leben ins Erdgeschoss dieses Hauses zu bringen und damit auch den Münsterplatz an den Tagen ohne Wochenmarkt etwas zu beleben. Dabei werden Häusler und Lang klar zwischen Landtag und Bundestag trennen. Es werde Berichte aus Berlin und Berichte aus Stuttgart geben. Digital, solange Corona noch plagt, und nach der Pandemie live im Haus am Münsterplatz. In Planung sind zudem öffentliche Sitzungen der Grünen-Fraktionen, der Gemeinderatsfraktion, aber durchaus auch mit Vertretern des Landtags. Noch vor der Sommerpause wird sich Muhterem Aras mit regionalen Vertretern über „Bildung“ austauschen. „So wollen wir unsere Arbeit sichtbar machen“, sagt Martina Häusler. Alle diese Veranstaltungen dienten auch dazu, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Gebündelt werden sie in einem Jahresprogramm.

„Politik erklärbar machen“, nennt das Ricarda Lang, die mit diesem „Grünen Wohnzimmer“ auch näher an die Menschen in ihrem Wahlkreis heranrücken will, für sie erreichbar sein will. Als ein Beispiel nennt Lang, die aktuell für den Grünen-Bundesvorsitz kandidiert, die Windkraft und deren „konkreter Nutzen für die Bürger“. Für Lang ist das Büro ein „Ort der Begegnung“, nicht nur für Mitglieder der Grünen, sondern „für alle Bürger, die Fragen haben, Anliegen vorbringen oder Kritik äußern wollen“. So wolle sie mit Martina Häusler gemeinsam zeigen, „dass Politik nahbar ist“. Wieder gewinnen wollten sie so auch diejenigen, „die wir wegen Corona verloren haben“. Nicht zuletzt deshalb sei das „Grüne Wohnzimmer“ auch für Bürger offen, die sich mit eigenen Ideen einbringen wollen. „Eine neue Form der Bürgerbeteiligung suchen“, nennt dies Martina Häusler.

Neue Form der Bürgerbeteiligung suchen.“

Martina Häusler, Landtagsabgeordnete B
  • Der Münsterplatz 13 war ab 1870 eine Bäckerei
  • Im Haus am Münsterplatz 13 führte Franz Waldenmaier ab 1870 eine Bäckerei. 1898 gründete Karl Canz dort eine Brot- und Feinbäckerei. Sein Schwiegersohn Paul Müller führte diese weiter. Müller, selbst Bäcker- und Konditormeister, baute im Erdgeschoss Schaufenster ein. 1950 baute er das alte Fachwerkhaus um, legte den Fußboden des Erdgeschosses tiefer. Dort entstand das „Café am Münsterplatz“.

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