Grundschule: Keine FFP2-Masken für Lehrkräfte

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Grundschullehrkräfte bekommen, anders als Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, keine Masken gestellt. Auch die Stadt kann nur bedingt helfen.
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Lehrer an weiterführenden Schulen bekommen Masken vom Land gestellt. Grundschullehrkräfte gehen leer aus. Das sorgt in Gmünd für Unverständnis.

Schwäbisch Gmünd. An Grundschulen gilt keine allgemeine Maskenpflicht. Weder für die Schüler, noch für die Lehrer. Damit herrscht ein Grundschulen eine andere Situation als an weiterführenden Schulen, wo Lehrer Masken gestellt bekommen und auch die Schüler Mund und Nase bedecken müssen. "Das macht überhaupt keinen Sinn, meiner Meinung nach", klagt eine Lehrkraft aus dem Gmünder Raum. Auch die Stadt könne dabei nur bedingt helfen.

Unterschiedlicher Schutz

"Mir geht es um den unterschiedlichen Schutz an Grundschulen und weiterführenden Schulen", sagt die Gmünder Lehrkraft, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Denn am Ende seien Grundschullehrerinnen und -lehrer selbst dafür verantwortlich, wie sie sich schützen. Lehrkräfte an weiterführenden Schulen werden vom Land Baden-Württemberg mit FFP2-Masken versorgt. Gerade in Zeiten von steigenden Infektionszahlen sorgt die fehlende Versorgung mit den zertifizierten Masken für Handlungsbedarf bei Lehrkräften. "Ich muss mich anders schützen, als nur mit einer Alltagsmaske", sagt die Lehrkraft. Warum Grundschullehrer anders behandelt werden als Lehrer an weiterführenden Schulen? Für die Lehrkraft "ein völliges Rätsel".

Daniela Maschka-Dengler, geschäftsführende Schulleiterin der Gmünder Grund-, Real-, Haupt, und Gemeinschaftsschulen kann den Unmut der Lehrkraft verstehen. "Die Lehrkräfte stehen der Sache etwas ausgeliefert gegenüber", bedauert sie. An ihrer Schule, der Friedensschule, können sich die Lehrer untereinander aushelfen, da es sich um eine Gemeinschaftsschule handelt. "Ich würde mir aber wünschen, dass auch die reinen Grundschulen mit guten Masken ausgestattet werden", sagt Maschka-Dengler.

"Es ist schade", sagt die geschäftsführende Schulleiterin. Denn durch die fehlende Maskenausstattung werde die Wertschätzung für Grundschullehrerinnen und -lehrer öffentlich geschmälert. Auch bei der Wirkung auf die Kinder sei das spürbar. "Bei uns ist ganz klar das Credo: Vorbild sein und Verantwortung zeigen", sagt sie. Doch auch bei der Arbeit mit den Kindern seien die Masken hilfreich. "Wir sind nah an den Kindern dran und wollen es auch gut machen", sagt sie.

Die Lehrkräfte stehen der Sache etwas ausgeliefert gegenüber.

Daniela Maschka-Dengler, geschäftsführende Schulleiterin der Gmünder Grund-, Real-, Haupt, und Gemeinschaftsschulen

"Ein Hin und Her"

Maschka-Dengler wandte sich mit der Angelegenheit kürzlich persönlich an Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann. "Dann kam ein Hin und Her", erinnert sie sich. Die Argumentation: Kinder seien keine großen Treiber der Pandemie. "Aber es herrscht überall, wo viele Menschen zusammen kommen ein gewisses Risiko", sagt Maschka-Dengler.

Auch die Stadt Gmünd als Schulträger kann Grundschullehrerinnen und Lehrern nur bedingt zur Seite stehen. Denn die Ausstattung der Lehrkräfte mit Masken obliegt dem Land. "Wenn Not am Mann ist, können wir aber aushelfen", sagt Klaus Arnholdt, Leiter des Amts für Sport und Bildung der Gmünder Stadtverwaltung.

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