Gut 160 neue Mietwohnungen sind in Sichtweite

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Rund 164 Mieteinheiten sollen auf dem ehemaligen Areal der Gärtnerei Fehrle mitten in der Weststadt zwischen Goethestraße (unten) und Schwerzerallee (oben) entstehen.
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Der Gemeinderat entscheidet am 5. Mai über die Bebauung der Fehrle-Gärten in der Weststadt.

Schwäbisch Gmünd

In der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 5. Mai entscheidet sich, ob die Landes-Bau-Genossenschaft (LBG) eine Anlage mit rund 164 Mietwohnungen und -häusern, einer Kindertagesstätte und Senioren-Apartments bauen kann. Bei der Vorberatung im Bauausschuss am Mittwoch wurde deutlich, dass der Gemeinderat wohl zustimmen wird.

Baubürgermeister Julius Mihm erläuterte die Notwendigkeit, durch neue Wohnangebote auch jüngere Bewohner in dieses Stadtquartier, das immerhin die Dimension einer mittelgroßen Kleinstadt habe, zu holen. Der Planung der LBG dafür bescheinigte er große Qualität.

LBG-Planer Nicolas Pollich erläuterte den Ausschussmitgliedern die jüngsten Änderungen in der Planung, die teils auf Anregungen von Bürgern vorgenommen wurden. So werde man eine stattliche Hain- und eine Blutbuche erhalten, bei einer zweiten Blutbuche sei man zumindest bestrebt, dies zu erreichen. Insgesamt würden 50 neue Bäume auf dem Areal gepflanzt. Die Tiefgaragenausfahrt sei an die Goethestraße verlegt worden. In der Tiefgarage sollen 155 Autostellplätze entstehen, ebenerdig 35 weitere. Zudem werde es rund 180 Fahrrad-Abstellplätze geben.

Die Landes-Bau-Genossenschaft, so Geschäftsführerin Antje Durch, wolle trotz extremer Bauholz-Knappheit auf dem Markt daran festhalten, zumindest den größten Teil der Häuser mit Holz zu bauen. Zudem werde Recycling-Beton eingesetzt. Bei der Wärmeversorgung der Gebäude, so Durach, werde komplett auf Öl und Gas verzichtet. Stattdessen sollen Fotovoltaik und Wärmepumpen eingesetzt werden. Durch das Areal werde ein Weg führen, dessen Name inzwischen feststehe: Fehrle-Gärten.

Vertrauen in Genossenschaft

Konkrete Mietpreise wollte Antje Durch auf die Nachfrage von Grünen-Stadtrat Karl Miller nicht nennen, nur so viel: Sie würden günstig sein. Zudem baue die LBG 23 Sozialwohnungen. Durach: „Wir wollen keine großartige Rendite erzielen.“ Johannes Zengerle als Sprecher der SPD im Ausschuss äußerte diesbezüglich ebenso wie Linke-Stadtrat Andreas Benk Vertrauen in die genossenschaftlich organisierte Firma.

Wie Karl Miller monierte auch CDU-Stadtrat Christoph Preiß, dass zu wenige überdachte Fahrradplätze im Freien vorgesehen seien. Antje Durach vertraut darauf, dass die Zahl ausreicht. Falls nicht, könnten in der Tiefgarage Auto-Stellplätze umgewandelt werden. Die LBG werde die Anlage auf Dauer betreuen und nachjustieren, wenn die Mieter Bedarf anmelden.

„Bereicherung“

Auf Nachfrage von FDP-Stadtrat Peter Vatheuer sagte die Geschäftsführerin, dass auch die Mieter, die keinen Keller bekommen, Abstellraum in der Tiefgarage haben werden. Lob kam von Stadträtin Constance Schwarzkopf-Streit von der FWF-Fraktion: Die LBG habe gute Lösungen gefunden. Für die Mieter werde es ein Spagat zwischen urbanem und ländlichem Wohnen. Und Oberbürgermeister Richard Arnold sieht in dem Vorhaben „eine Bereicherung vor Gmünd“.

Die Kindertagesstätte, die in den Fehrle-Gärten in der Weststadt entstehen soll, wird drei bis vier Gruppen haben und von der Stadt betrieben. Die Kita mit rund 1000 Quadratmetern Betriebsfläche wird zur Schwerzerallee hin liegen.

Wollen keine großartige Rendite erzielen.“

Antje Durach,, LBG-Geschäftsführerin
Bislang wurden auf dem Fehrle-Areal nur erlaubte Vegetationsarbeiten ausgeführt, versichert Planer Nicolas Pollich.

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