Händler schätzen Lichterglanz in diesem Jahr ganz besonders

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Die Konturenbeleuchtung an den Gebäuden auf dem Marktplatz soll die Innenstadt auch dieses Jahr erhellen.

Für Simone Klaus ist das "ein wichtiges Signal". Ab Mittwoch wird in der Innenstadt auch die Konturenbeleuchtung eingeschaltet.

Schwäbisch Gmünd

Der Lichterglanz kommt zurück in die Innenstadt. Einen Vorgeschmack darauf erleben schon jetzt Passanten in der Bocksgasse, in der die Kronleuchter die vorweihnachtliche Zeit einläuten. Auch die Ledergasse ist seit Mitte der Woche weihnachtlich beleuchtet. Die Konturenbeleuchtung an den Gebäuden auf dem Marktplatz und in den angrenzenden Quartieren ist ab Mittwoch in Betrieb.

"Ein ganz wichtiges Signal", sagt die Geschäftsführerin des Handels- und Gewerbevereins (HGV), Simone Klaus. Die Lichter symbolisierten einen Hoffnungsschimmer in Corona-Zeiten, Hoffnung auch für den Einzelhandel in der Stadt, so Klaus. Besucher der Stadt sollten in Weihnachtsstimmung kommen "und es lohnt sich wirklich, abends mal auf dem Marktplatz und in den Gassen zu flanieren". Hannes Barth, Gastronom und Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins "Pro Gmünd", sieht das ähnlich: "Wir brauchen trotz Corona ein Stück Normalität und da gehört die weihnachtlich geschmückte Stadt dazu." Dass die Gastronomie davon profitieren wird, glaubt er nicht – Barth geht von einem weiteren Lockdown für die Branche aus.

Es bleibt nicht bei den Lichtern allein. "Die Einzelhändler erhalten jetzt Weihnachtsbäume, die sie selbst schmücken und vor ihren Geschäften platzieren können", sagt Simone Klaus. Auch da könnte der eine oder andere Baum leuchten wie die großen Weihnachtsbäume der Stadt auf dem Marktplatz, am Kalten Markt und am Kornhaus. An diesem Montag, 23. November, wird‘s auf dem Oberen Marktplatz festlich, wenn Mitarbeiter von Baubetriebsamt und Stadtwerken die Lichter am zentralen Weihnachtsbaum installieren. Ob es diesmal eine Lange Einkaufsnacht geben wird – sie ist für Samstag, 5. Dezember geplant – das entscheidet der Handels- und Gewerbeverein in der zweiten Wochenhälfte, so bald die neuen Corona-Verordnungen der Regierung bekannt sind.

Wir brauchen trotz Corona ein Stück Normalität.

Hannes Barth, Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins "Pro Gmünd"

Für die Adventszeit wünscht sich Simone Klaus auf jeden Fall einheitliche Öffnungszeiten an den Samstagen. Wenn möglich, sollte bis 18 Uhr offen sein. Die HGV-Geschäftsführerin schätzt auch den klassischen Adventskalender am Rathaus sowie den neuen Whatsapp-Adventskalender des Startups von Maurizio Blötscher und Kollegen.

Bei der Weihnachtsbeleuchtung sind die Stadtwerke wichtiger Partner. Sie kümmern sich zusammen mit Elektro-Theinert um den elektrischen Anschluss und um die Schaltzeiten. Gewöhnlich sind die Lichter ab Dämmerung bis 22 Uhr zu sehen. An Weihnachten bis 24 Uhr, an Silvester bis 0.30 Uhr.

Die früher aufwendigen Arbeiten an der Konturenbeleuchtung haben sich seit Einführung des LED-Lichts drastisch reduziert. "Seit zwei Jahren ist die Konturenbeleuchtung komplett auf die neue Technik umgestellt", sagt Hanna Ostertag, Pressesprecherin der Stadtwerke Schwäbisch Gmünd. Das gilt noch nicht für die Lichterketten an Bäumen, die nach und nach erneuert werden. Auch in den Stadtteilen, wo die Installation noch in dieser Woche beginnen soll.

Giers-Weihnachtsbeleuchtung vielleicht später

Ein Kunstwerk schlummert in den Lagerräumen der Stadt: Es ist die Weihnachtsbeleuchtung des 2016 verstorbenen Gmünder Elektronikkünstlers Walter Giers. Die schmückte ab 1987 die Heubacher Innenstadt. Giers implantierte zu den Lichtern kleine Blitzer, die ein Funkeln in den Nachthimmel setzten. Weil immer mehr Glühbirnen defekt waren, wurde die Weihnachtsbeleuchtung nur noch bis 2013 verwendet. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat das restaurierungswürdige Kunstwerk vor gut einem Jahr übernommen. Leuchten wird es allerdings auch in diesem Jahr nicht. "Klar ist, dass die komplette Anlage, die viele große Holzkisten füllt, von Grund auf überholt werden muss", sagt Markus Herrmann, Pressesprecher der Stadt und Geschäftsführer der Touristik- und Marketing GmbH. Er möchte die Lichterketten im nächsten Jahr von Fachleuten technisch überprüfen lassen. "Wir müssen zunächst wissen, was die Restaurierung kostet", so Herrmann. Wenn es die Finanzen zulassen, könnte die Giers-Beleuchtung wieder zum Einsatz kommen, diesmal aber in Schwäbisch Gmünd. Schon im vergangenen Jahr gab es die Idee, damit den Remspark weihnachtlich zu gestalten. Die Stadt will die Kunst aus zweiter Hand in jedem Fall behalten. kust

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