Händler und Gastronomen bitten um Solidarität

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HGV und Pro Gmünd betonen Sicherheit im Handel und in Gastronomie durch Einhaltung der Regeln.
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HGV und Pro Gmünd betonen Sicherheit im Handel und in Gastronomie durch Einhaltung der Regeln.

Schwäbisch Gmünd. Mit einer Anzeigenkampagne in Gmünds Tages- und Wochenzeitungen machen Gmünds Einzelhändler und Gastronomen auf ihre aktuelle Situation aufmerksam. Sie zeigen, dass sie für die Kunden da sind und dass diese sich, wenn alle sich an die Regeln halten, in den Geschäften und Gasthäusern sicher fühlen können.

„Wir müssen unser Leben mit der Pandemie organisieren“, sagt Dr. Christof Morawitz, Vorstandsmitglied im Gmünder Handels- und Gewerbeverein HGV. Denn diese werde nicht verschwinden. Deshalb müsse man ihr den Schrecken nehmen. Dazu müsse man die Bedingungen kommunizieren. Für Morawitz sind dies das Beachten der Hygienekonzepte, die Prüfung der 2G-Richtlinien am Eingang sowie keine engen Kundenansammlungen in den Geschäften. Zudem könnten Kunden im Einzelhandel Termine buchen.

Die Kampagne starteten HGV, die Fremdenverkehrsgemeinschaft Pro Gmünd und die Touristik- & Marketing GmbH jetzt, um die Dinge nicht einfach laufen zu lassen, sich zu positionieren und so eine lange Durststrecke zu vermeiden. Dabei sehe der HGV nicht nur kurzfristig die Zeit bis Weihnachten, sondern bis in den Januar und Februar, sagt Morawitz. Die Händler bitten damit die Bürger, sich mit ihnen zu solidarisieren, um so auch in zwei, drei Jahren noch eine lebendige Innenstadt zu haben, sei doch der Handel „der Pulsschlag der Innenstadt“, sagen Morawitz und HGV-Geschäftsführerin Simone Klaus. Heute gehe schon viel mehr als vor einem Jahr, sagt Klaus. Man könne vor Ort einkaufen, müsse nicht online einkaufen. In den Geschäften seien die Kunden sicher, weil die Händler sich an die Regeln hielten. Sie kontrollierten und holten die Kunden am Eingang ab. Dennoch haben Gmünds Händler deutlich weniger Frequenz, teilweise bis zu 40 Prozent weniger Umsatz. Deshalb betonen Morawitz und Klaus, dass Einkaufen im Handel vor Ort möglich sei, wenn die Menschen die Möglichkeiten eigenverantwortlich nutzen, sich an die Regeln halten und damit das Risiko begrenzen. Dennoch wagten sich viele Menschen nicht hinaus, auch aus Solidarität mit dem Mitarbeitern in den Kliniken. Denen aber falle man nicht in den Rücken, wenn man sich an die Regeln halte. Deshalb laden Klaus und Morawitz die Bürger ein, den Handel zu nutzen und ihn dadurch zu unterstützen.

Morawitz äußerte sich auf GT-Nachfrage einmal mehr zum Einkaufen mit Bändchen in Aalen. Man könne dieses Konzept so umsetzen, sagt er. In Gmünd aber habe sich der Handel für die Strategie der Kontrolle in den Geschäften entschieden - zur Sicherheit der Kunden und zur Sicherheit der Mitarbeiter im Handel.

Um „nicht ganz vergessen zu werden“, beteiligen sich auch Gmünds Gastronomen an der Kampagne. Denn die Gastronomie habe zurzeit nur Absagen, sagt Pro-Gmünd-Chef Hannes Barth. Dabei hätten viele Lokale geöffnet. Und auch die Gastronomen würden bei 2G oder 2G plus die Regeln einhalten - zur Sicherheit der Gäste und der Gastronomen selbst. Michael Länge

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