Hardtschule: erst geschwächt, nun aufwendig gestärkt

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Grundschule Hardt.
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Klappt es mit zwei Klassen? Was die Stadt Gmünd alles tut, um die Grundschule Hardt zu fördern.

Schwäbisch Gmünd. Mehr Schulsozialarbeit, ein neuer FSJler, und eine weitere Stelle: Wie die Grundschule Hardt gestärkt werden soll, war Thema im Verwaltungsausschuss des Gmünder Gemeinderats.

Es ist eine Stärkung nach einer vorausgegangenen Schwächung: durch die Schulbezirksänderung, die der Gemeinderat für 2023 in Bettringen beschlossen hatte. Der Grundschule Hardt droht das Schicksal, nur noch einzügig zu werden, also mit nur einer Klasse pro Jahrgang. Die Klassengröße nimmt dadurch zu; mehr Schüler pro Lehrerin machen es schwerer, einzelne Kinder zu fördern - bei einem Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund von rund 80 Prozent.

Rektorin Bärbel Schlienz sprach beide Aspekte an – Schwächung und Stärkung: „Es war für uns ein harter Schlag“, sagte sie im Rückblick. Die darauf folgende Unterstützung durch die Stadt begrüßte sie: „Wir hatten unsere Wunschliste, ich bin erfreut und war positiv überrascht, wie schnell vieles geklappt hat.“ Etwa eine weitere 50-Prozent-Stelle für Schulsozialarbeit, die es geben soll: „Wir können dann ab Juli jeden Tag Schulsozialarbeit im Haus haben. Und wir hoffen, dass wir dadurch präventiv und nicht nur hinterherarbeiten können.“ Eine weitere neue Stelle zur Unterstützung der Schulleitung und des Ganztagsbetriebs ist seit März besetzt, zunächst befristet für zwei Jahre in einem Modellversuch. Nicht nur personell, auch inhaltlich soll die Schule gestärkt werden: Dem Naturprofil soll ein „Biodiversitätspfad“ in der Nähe der Schule zugute kommen, der in diesem Jahr noch entstehen soll und für den 55  000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung stehen.

Den Willen, die Schule weiter zu fördern, machten Stadtspitze und viele Gemeinderäte deutlich. „Wir dürfen uns nicht ausruhen“, formulierte Bürgermeister Christian Baron als Grundsatz. Ob sich die Mühe, die Schule durch viele Angebote attraktiver zu machen, im kommenden Schuljahr in Form von genug Schülern für zwei Klassen auszahlt, stehe noch nicht fest, sagte Schlienz. Existenzbedrohend wäre nur eine Klasse nicht, das betonte Schulamtsleiter Klaus Arnholdt: „Zweizügigkeit ist kein Kriterium für den Erhalt des Schulstandorts, das haben allein wir als Schulträger in der Hand. Wenn wir der Überzeugung sind, es braucht die Schule dort, dann haben wir die auch.“ Bernd Müller

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