Hardtschule: GEW fordert ein Jahr mehr

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Grundschule Hardt

Gewerkschaft drängt auf Aufwertung der Grundschule und will dem Trend von immer mehr Privatschulen begegnen.

Schwäbisch Gmünd. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW Ostwürttemberg und Schwäbisch Gmünd fordert einen Aufschub der Schulbezirksänderung für Bettringen und das Hardt um ein Jahr. Mit dieser Stellungnahme reagiert die Gewerkschaft auf den Beschluss des Gemeinderates vom vergangenen Mittwoch, Bettringen Nordwest vom Herbst 2023 der Uhlandschule zuzuordnen. Beide Verbände pochen auf eine Aufwertung der Schule.

„Die schnelle Entscheidung verwundert mich. Der Gemeinderat hätte der Bitte der Schulleiterin nachkommen müssen“, sagt Volker Spellenberg, der GEW- Co-Kreisvorsitzende. Die Schulbezirksänderung müsse noch um ein zusätzliches Jahr verschoben werden, sagt er. Es müsse alles versucht werden, die Zweizügigkeit der Grundschule Hardt zu erhalten. Man müsse die zunehmende Spaltung der Gesellschaft aufhalten und schon im Grundschulbereich verstärkt darauf achten, dass man als Gesellschaft zusammenwachse.

Für das Anliegen der Bettringer habe man Verständnis, aber für die „in Teilen diskriminierenden Ausgangsmotive“ dürfe in einem weltoffenen Gmünd kein Raum sein. „Es geht um die Zukunfts- und Bildungschancen unserer Kinder. In einer Klasse mit 15 oder 16 Kindern lassen sich mögliche Sprachdefizite besser aufarbeiten als in Klassen mit bis zu 28 Kindern. Auch die individuelle Betreuung von Kindern und Familien kann auf einem ganz anderen Niveau stattfinden“, sagt Michael Deusch, Vorsitzender Junge GEW Ostwürttemberg. Es sei eine Frage der Solidarität, den Kindern und der Lehrerschaft der Grundschule dieses Jahr zu geben, findet Birgit Kern, Gmünder Co-Ortsverbandsvorsitzende. Und: „Im bunten und spannenden Umfeld der Hardtschule lernen die Kinder viel fürs Leben in einer offenen Gesellschaft.“

Die Gewerkschafter sind sich zudem einig, dass eine bauliche Aufwertung der Grundschule Hardt in den nächsten Jahren nötig wird. An der Grundschule Hardt werde tolle pädagogische Arbeit geleistet, so sei die Schule beispielsweise als Kulturschule des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden, schreiben sie in ihrer Pressemitteilung. Langfristig brauche es solche erfolgreichen Schulen, um dem „negativen Trend der steigenden Anzahl von Privatschulen auch im Gmünder Raum entgegenzuwirken“.

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