Hat das Hardt schon in fünf Jahren einen Freizeitpark?

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Zwischen dem Berufsschulzentrum und der Flüchtlingsunterkunft soll der Freizeitpark auf dem Gmünder Sonnenhügel entstehen.
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Es herrscht Aufbruchstimmung auf dem Gmünder Sonnenhügel. Welche Schritte geplant sind und wo sie umgesetzt werden sollen.

Schwäbisch Gmünd

Es fließen enorme Summen auf das Hardt", sagt Oliver Glass, Vorsitzender des Vereins Starkes Hardt. "Natürlich freut uns das." Glass hat Pläne, um Teile des Hardts bis 2040 lebenswerter und einladender zu gestalten. Neben einem Freizeitpark soll auch ein neuer Platz entstehen, vergleichbar mit dem Gmünder Marktplatz.

Zwischen der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge und dem Berufsschulzentrum, angrenzend an die Barnsleyer Straße, soll er entstehen, der neue Freizeitpark für den Gmünder Sonnenhügel. "In den nächsten vier Jahren entsteht hier extrem viel", sagt Glass. "Bald kann man sehen, wie sich die Erdmassen bewegen." Denn für den Rechbergblick, ein Hügel mit Grillstelle "mit Blick auf den Rechberg", müssen 5400 Kubikmeter Erde aufgeschüttet werden. Doch das ist nicht die einzige Attraktion im entstehenden Freizeitpark: Ein Roll- und Bewegungsfeld, ein Basketballplatz, ein Gorodkifeld und eine Tischtenniszone sollen im ersten Bauabschnitt des Parks entstehen. Die Kosten dieses ersten Abschnitts beliefen sich auf 815 000 Euro. 60 Prozent der Kosten werden durch Fördergelder von Bund und Land gedeckt.

Vom vielfältigen Angebot verspricht sich Glass den Zuspruch möglichst vieler Bevölkerungsgruppen: "Es soll ein echter Ort der Begegnung werden. Und zwar für alle Generationen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, geistiger oder körperlicher Fähigkeiten." Eine Gruppe, die Glass mit dem Park besonders berücksichtigen will, sind die Jugendlichen des Gmünder Sonnenhügels. "Extrem wichtig für das Hardt wäre ein Jugendtreff." Denn der jetzige Versammlungsort für die Jugend in der Barnsleyer Straße sei schon in die Jahre gekommen. "Es wird Zeit, dass die Jugendlichen aus dem Keller kommen." Glass und der Bürgerverein stünden hinter den Heranwachsenden und machten sich für diese stark.

Ein zweiter Falkenbergplatz?

Das soll uns erst einmal eine Stadt nachmachen.

Oliver Glass, Vorsitzender Verein Starkes Hardt

Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten am Freizeitpark beginnen. "Ich hoffe, dass er in den nächsten fünf Jahren fertig ist", sagt Glass. Doch der Park ist nicht das einzige Projekt, das auf dem Hardt verwirklicht werden soll: Ein Platz, ähnlich wie der Gmünder Marktplatz, soll entstehen. Am geplanten Europaplatz soll es Grünflächen, ein Café, einen Kinderspielplatz und ein Wasserspiel mit 27 Fontänen geben. "Das soll so angelegt sein, dass man Europa wiedererkennt", erklärt der Vereinsvorsitzende. Der Europaplatz soll auch einen Vollsortimenter beherbergen. Dabei möchte Glass den Falkenbergplatz nicht vergessen. "Er ist der Hotspot für soziales Leben auf dem Hardt." Daher arbeiten er und Stadtteilkoordinatorin Regina Schwarz daran, den Falkenbergplatz weiterzuentwickeln.

Glass ist stolz auf die kommenden Projekte auf dem Hardt und lobt das Engagement der Gmünder Bürgermeister dafür. Die Freude lässt er sich auch nicht durch das Coronavirus nehmen. "Die Pandemie darf diesen Park nicht stoppen", meint er, "dafür ist das Projekt zu gut". Mit dem Freizeitpark habe die Stadt Schwäbisch Gmünd das dritte Leuchtturmprojekt, neben dem Himmelsgarten in Wetzgau und der Jugendmeile am Bahnhof. "Das soll uns erst einmal eine Stadt nachmachen."

Der Fitnesshotspot steht schon. Weitere Sportstätten sollen folgen.
Oliver Glass weiß wo es langehen soll: Noch in diesem Jahr beginnen die Arbeiten.

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