Haus für die Lebensader des Kreises

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Landrat Dr. Joachim Bläse (2. von rechts) bei der Besichtigung des neuen Verwaltungsgebäudes der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd.

Straßenmeisterei in Schwäbisch Gmünd aufgewertet. Im Neubau ist auch die Überwachung für den Einhorn-Tunnel untergebracht.

Schwäbisch Gmünd

Es ist eine Art Abschiedsgeschenk für Manfred Lang, Leiter der Straßenmeisterei Schwäbisch Gmünd. Er geht zum Monatsende in Ruhestand und hinterlässt den Beschäftigten ein nagelneues Verwaltungsgebäude in der Marie-Curie-Straße, das am Dienstag im Beisein des Dienstherrn, Landrat Dr. Joachim Bläse, vorgestellt wurde. Für ihn ist es "mehr als ein neues Gebäude in Schwäbisch Gmünd". Von dort aus würden nicht nur Bundesstraßen und Tunnel überwacht, sondern auch die vielen Kilometer Landesstraßen und Kreisstraßen. Eine der wichtigen Einrichtungen ist die Tunnelüberwachung, eine komplette Steuerungsanlage, wie es sie auch in den Betriebsgebäuden Ost und West gibt. In der Regel werde aber vom Verwaltungsgebäude aus gearbeitet. Dort leisten die Beschäftigten jede Menge Planungsarbeit. Etwa für die Tunnelwartung. "Wer glaubt, das ist nur eine Röhre mit einem Lichtband, irrt sich gewaltig", so Lang. Der Tunnel sei mit viel Technik ausgestattet. Zwei Mal jährlich, sagt Manfred Lang, steht eine große Wartung an, "die wir immer nachts durchführen". Unter Verkehr sei das nicht erlaubt. Dazwischen gibt es kleinere Wartungsarbeiten, die Arbeiter der Straßenmeisterei ausführen.

Landrat Dr. Joachim Bläse merkt beim Rundgang durchs neue Gebäude an, "wie bedeutend die Bundesstraße 29 für die Region ist". Er sieht sie als " die Lebensader des Ostalbkreises".

Weiterbau wichtig

Deshalb schätzt er den Baustart in Essingen und ist nach eigenen Worten auch im engen Kontakt zur Gemeinde Böbingen und mit Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr. Er sei zuversichtlich, dass die Tunnellösung kommen wird, denn das Regierungspräsidium in Stuttgart kenne die Parameter und wisse genau, weshalb es dem Verkehrsministerium gerade diesen Vorschlag unterbreitet hat. "Ich bin guten Mutes, was die Wirtschaftlichkeitsberechnungen angeht", so der Landrat. Bei einem Rundgang durch den Neubau erläuterte Manfred Lang das Projekt, das der Aalener Architekt Hans-Peter Seibert nach Vorgaben des Amts für Vermögen und Bau geplant hat.

Das ursprüngliche Gebäude wurde 1972 errichtet, war teilunterkellert und ab der Kellerdecke in Holzständerbauweise ausgeführt. Die Außenwände waren mit Glaswolle isoliert, die Fassade mit Holz verschalt. Das Gebäude entsprach nicht mehr den Anforderungen an den Arbeits-, Brand- und Wärmeschutz. Eine Sanierung des Gebäudes sei wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen. Deshalb wurde das Gebäude über der Kellerdecke abgebrochen und musste neu aufgebaut werden.

Ich bin guten Mutes, was die Wirtschaftlichkeitsberechnungen angeht.

Dr. Joachim Bläse Landrat

Das neue Verwaltungsgebäude verfügt neben den Büroräumen über einen großen Multifunktionsraum im Obergeschoss sowie einen vollständig ausgestatteten Arbeitsplatz zur Tunnelsteuerung , besonders wichtig beim Ausfall der Richtfunkstrecke zur Regionalleitstelle Ostwürttemberg oder anderen Störungen.

Beheizt wird mit einer umweltfreundlichen Gasabsorptionswärmepumpe, sagt Dr. Dieter Benedikter vom Staatlichen Hochbauamt Schwäbisch Hall.

Damit erziele man einen Wirkungsgrad von über 170 Prozent und könne bis zu 40 Prozent Energiekosten einsparen. Der Neubau wurde in 15 Monaten realisiert. Während dieser Zeit standen für die Mitarbeiter Bürocontainer zur Verfügung. Die Kosten für das 300 Quadratmeter große Gebäude betragen rund 700 000 Euro.

Mehr Fotos vom Neubau der Straßenmeisterei in Gmünd unter www.tagespost.de.

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