„Herbstliches Niveau“ statt Sommerhitze in Gmünd

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Der Regenschirm war für viele Gmünderinnen und Gmünder im August ein treuer Begleiter.

Der Gmünder Wetterbeobachter Martin Klamt hat seine im August gesammelten Daten ausgewertet.

Schwäbisch Gmünd. „Zu nass“ sei er gewesen, der August, meint Gmünds Wetterbeobachter Martin Klamt. Der Grund: Im August habe sich Deutschland im Einflussbereich von Tiefdruckgebieten befunden – „es kam zu häufigen Regenfällen, anfangs auch zu heftigen Gewittern mit örtlich hohen Regenmengen“. Nur von kurzer Dauer seien Sonnenscheintage gewesen. Die zunächst sommerlichen Temperaturen seien im Laufe des Monats zurückgegangen und hätten „im letzten Drittel zeitweise herbstliches Niveau erreicht“, so Klamt.

Mit einen Mittel von 17,5 Grad war der August in Schwäbisch Gmünd im Vergleich zur langjährigen Norm von 1961-1990 um 0,5 Grad zu warm – aber fast drei Grad kälter als 2020. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991-2020 war der Gmünder August sogar um 1,2 Grad zu kalt.

Die Zahl der Frühlingstage mit einem Höchstwert von 20 Grad lag mit nur 22 Tagen um vier Tage unter der Norm. Die Zahl der Sommertage mit 25 Grad Höchstwert lag mit acht Tagen um fünf Tage unter der Norm. „Doch vier Mal gab es 30 Grad und mehr, womit die Norm sogar erfüllt wurde“, hält Martin Klamt fest. Am 14. August hatte er mit 31,2 Grad die höchste Lufttemperatur des Monats gemessen. Die tiefste Lufttemperatur maß Klamt derweil am 24.August mit 9,2 Grad.

Mit 97 Litern (103 Prozent der Norm) war der August den Messdaten Klamts zufolge bereits der vierte zu nasse Monat in ununterbrochener Reihenfolge. An 19 statt 16 Tagen fiel der Niederschlag, und an drei Tagen gab es Starkniederschlag (ab 10 Litern), wobei Klamt am 29. August mit 15,5 Litern am meisten Niederschlag gemessen hatte.

Die Sonne schien im August nur 160 Stunden lang, das waren lediglich 75 Prozent der Norm, wobei am 14. August mit 13 Stunden die längste Scheindauer registriert wurde.

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