Hetze und Mord heute und damals

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Podium Erzberger: Vom Attentat bis zur Diffamierung heute

Diskussion über die Diffamierung öffentlich wirkender Menschen und die Verrohung der Sprache.

Schwäbisch Gmünd. Ein politischer Mord erschütterte 1921 die junge Weimarer Republik. Eine antirepublikanische Geheimorganisation hatte den ehemaligen Vizekanzler und Reichsfinanzminister Matthias Erzberger ermordet. Hass und systematische Hetze waren diesem Terroranschlag vorausgegangen. Der württembergische Katholik und demokratische Zentrumspolitiker Erzberger verbrachte zwei Jahre seines Lebens am Lehrerseminar in Schwäbisch Gmünd, das damit zu den „Erzberger-Orten“ zählt.

Bedrohung und Diffamierung

Bei der Veranstaltung „Hass, Hetze, Mord. Vom Attentat auf Erzberger bis zur Diffamierung von Politikern heute“ am Dienstag, 5. April, um 19.30 Uhr in der Gmünder VHS am Münsterplatz nehmen die Podiumsteilnehmer das Gedenken an die Ermordung Erzbergers vor hundert Jahren zum Anlass, um die Bedrohung und Diffamierung von Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, und die damit einhergehende Verrohung der Sprache in unserer eigenen Gegenwart zu thematisieren.

Parallelen zur Gegenwart?

Nach Begrüßung durch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold und einer Einführung durch den Erzberger-Biografen Dr. Christopher Dowe gehen die Teilnehmer bei einer Podiumsdiskussion der Frage nach, in welcher Form sich heute ähnliche Entwicklungen vollziehen, welche Gegenmaßnahmen von staatlicher Seite erfolgen und welche Folgen die Situation für Betroffene hat.

Es diskutieren: Landrat Dr. Joachim Bläse, Dr. Christopher Dowe (Haus der Geschichte Baden-Württemberg), Thomas Georgi (Staatsschutzleiter des Landeskriminalamts Baden-Württemberg), Ricarda Lang (Bundestagsabgeordnete) und Michael Länge (Redaktionsleiter Gmünder Tagespost). Es moderiert Prof. Dr. Helmar Schöne, von der Pädagogischen Hochschule in Schwäbisch Gmünd.

Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldung unter Telefon (07171) 925150 oder per E-Mail an info@gmuender-vhs.de.

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