Hochschule für Gestaltung ohne Leitung

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Professor Dr. Detlef Rahe wird die Leitung der Hochschule für Gestaltung ab September nicht übernehmen.

Der designierte Rektor Professor Dr. Detlef Rahe tritt die Stelle nicht an.

Schwäbisch Gmünd. Der designierte Rektor der Gmünder Hochschule für Gestaltung, Professor Detlef Rahe, wird nicht die Leitung der Hochschule übernehmen. Rahe, derzeit Professor an der Hochschule für Künste, Bremen, hat sich entschlossen, nicht wie vorgesehen im September das Spitzenamt der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Schwäbisch Gmünd anzutreten. Die Hochschule, Detlef Rahe selbst und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) hätten in einem „intensiven, sorgfältigen und konstruktiven Prozess herausgearbeitet, dass die gegenseitigen Vorstellungen nicht in Deckung zu bringen sind“, teilte die Hochschule am Dienstag mit. Die Hochschule, Detlef Rahe und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) hätten dann mit großem Bedauern entschieden, das Besetzungsverfahren nicht fortzuführen.

Professor Detlef Rahe war im Januar gewählt worden. Die Gremien der Hochschule werden den Suchprozess nun neu beginnen. „Es ist damit zu rechnen, dass dies einen Zeitraum von bis zu einem Jahr beansprucht“, heißt es in der Mitteilung der Hochschule. Zurzeit werde geprüft, wie die Hochschule für die nunmehr entstehende Übergangszeit bis zum Amtsantritt eines neuen Rektors weitergeführt wird.

Im Januar hatte das Wahlgremium der HfG, bestehend aus Mitgliedern des Senats und des Hochschulrats, Detlef Rahe im zweiten Wahlgang unter den verbliebenen drei Bewerbern gewählt. Ein umfangreicher Prozess der Vorauswahl mit Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten war dem vorausgegangen. Für die Hochschule und ihre Gremien beginnt damit der Suchprozess von Neuem. Senat und Hochschulrat bestimmen ihre Mitglieder für eine Findungskommission, die für die Stellenausschreibung sowie die Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten Sorge trägt. Nach der öffentlichen Ausschreibung endet diese Vorauswahl mit der Erstellung einer Liste von bis zu drei Persönlichkeiten, die sich dann nach ihrer Vorstellung der abschließenden Wahl stellen.

Als bedauerlich und unbefriedigend bezeichnet der Hochschulratsvorsitzende Klaus Moser, der nach dem Landeshochschulgesetz auch den Vorsitz im Wahlgremium hatte, die damit eingetretene Situation. Moser bedauert mit allen Beteiligten, dass die unterschiedlichen Vorstellungen, wie die HfG in die Zukunft geführt werden kann und soll, nicht zum Einklang gebracht werden konnten. Erschwerend komme hinzu, dass ein ebenfalls aktuell neu zu wählender Hochschulrat mit dieser höchst wichtigen Aufgabe ab seiner ersten Sitzung betraut werden müsse.

Der Lehr- und Studienbetrieb wird von dieser Personalie nicht betroffen sein, teilte die Hochschule weiter mit. Die auch international renommierte Hochschule werde in dieser Übergangszeit ihre Leistungsfähigkeit und -bereitschaft weiter beweisen. Darin sind sich das zuständige Ministerium und der Vorsitzende des Hochschulrats, Klaus Moser, einig.

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