Hochschule nicht führungslos

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Hochschulrat verweist auf unterschiedliche Ansätze des Ministeriums und des designierten Rektors.

Schwäbisch Gmünd. „Ministerien sind auf Regeln fixiert, Gestalter sind eher kreative Menschen.“ Mit diesen Worten erklärte Marco Unger, Geschäftsführer des Hochschulrates der Hochschule für Gestaltung, die Absage von Professor Dr. Detlef Rahe als künftiger Rektor der Hochschule. Diese hatte am Dienstag bekannt gegeben, dass Rahe, der im Januar gewählt worden war, die Leitung des Rektorats ab September nicht antreten wird. Er jedoch könne dies nur aus zweiter oder dritter Hand beurteilen, denn die Gespräche zwischen Rahe und dem Ministerium seien bilateral gewesen. Der Hochschulrat selbst, sagte Unger, sei überrascht gewesen von Rahes Entscheidung, denn dieser habe erste Ideen entwickelt und Personen für das Rektorat angesprochen. Deshalb sei die Hochschule momentan „in einer Art Schockstarre“.

Die Stelle des Rektors wird nun ausgeschrieben werden. Dazu bestimmen der Senat der Hochschule und der Hochschulrat Mitglieder für eine Findungskommission. Sie tragen dann für den Inhalt der Stellenausschreibung sowie für die Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten Sorge. Nach der öffentlichen Ausschreibung endet diese Vorauswahl mit der Auswahl von bis zu drei Personen, die sich nach ihrer Vorstellung der abschließenden Wahl stellen. Unger geht davon aus, dass die Wahl des künftigen Rektors erst im Frühjahr 2022 erfolgen wird. Wann der neue Rektor danach seine Stelle antritt, hängt von der Kündigungsfrist ab, die er beim jetzigen Arbeitgeber hat.

„Führungslos ist die Hochschule nicht“, versicherte der Geschäftsführer des Hochschulrates im GT-Gespräch. In jedem Fall, ist sich Unger sicher, wird es eine kommissarische Leitung geben. An diesem Donnerstag tagt der Hochschulrat. Bis zu dessen Sitzung will das Ministerium für Wissenschaft und Kunst klären, wie eine kommissarische Leitung der Hochschule aussehen könnte. Unger versicherte zudem, dass die Situation keine Auswirkungen auf die Lehre haben werde. Im kommenden Semester laufe alles wie geplant. Die Hochschule für Gestaltung hat aktuell etwa 720 Studierende und mit dem Studiengang „Internet der Dinge“ im Forum Gold und Silber einen vielversprechenden und zukunftsweisenden Studiengang. Michael Länge

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