Hoffnung für Verein „Frauen helfen Frauen“

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Nach einem öffentlichen Aufruf melden sich mehrere Bürgerinnen für die Vorstandschaft.

Schwäbisch Gmünd. Für den Verein „Frauen helfen Frauen“ gibt es Hoffnung. Der Verein stand in diesem Sommer vor dem Aus, nachdem die Vorstandsmitglieder, die sich über viele Jahre für den Verein engagiert hatten, ihr Amt nicht weiterführen wollten. „Es finden sich keine Nachfolger“, hatte Christel Michel im Juli in einer Pressekonferenz gesagt. Michel steht dem Verein seit 2018 mit Waltraud Walter, Eva Tschirren-Necker und Maria Wagner vor, Tschirren-Necker und Wagner mehr als 20 Jahre. Deshalb hatten die Frauen im Sommer beschlossen, einen öffentlichen Aufruf zu starten - dies mit der Ankündigung, dass der Verein im nächsten Jahr aufgelöst werden müsse, sollten sich keine Frauen für den Vorstand melden. Und in der Tat: Dieser öffentliche Aufruf stieß auf Resonanz. Etwa 18 Frauen hätten sich gemeldet, sagt Christel Michel auf GT-Anfrage. Sie und die anderen Vorstandsmitglieder hätten viele Gespräche geführt. Deren Ergebnis: Fünf oder sechs Frauen seien nun bereit, für den Vorstand des Vereins zu kandidieren. Deshalb wird es am Donnerstag, 21. Oktober, um 18.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Gmünder Rathauses eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, bei der sich diese Frauen für den Vorstand zur Wahl stellen.

Der Verein „Frauen helfen Frauen“ ist 1987 gegründet worden. Von Anfang an bot der Verein Frauen und Mädchen über ein Notruftelefon bei Missbrauch, Gewalt oder anderen Sorgen anonyme und schnelle Hilfe an. Aus dem Verein heraus kam der Anstoß für ein Frauenhaus in Gmünd. Dieses ist 1990 eröffnet worden. Dessen Träger ist der Verein Frauen- und Kinderschutz Ostalbkreis. Im Verein „Frauen helfen Frauen“ bieten die Sozialpädagogin Christiane Reiser und die Heilpädagogin Susanne Ibrahimovic Hilfe für betroffene Frauen und Mädchen an. Die Frauen, die sich an den Verein wenden, kommen aus allen Altersschichten. Sie sind zwischen 15 und 70 Jahre alt. Zu weniger als 50 Prozent wird der Verein durch den Ostalbkreis und die Stadt Gmünd finanziert. Die restlichen Mittel müssen durch Spenden aufgebracht werden. Laut Satzung hat der Verein fünf Vorstandsmitglieder. Diese Zahl jedoch erreichte der Verein jüngst nicht mehr. Nun besteht mit den Frauen, die sich gemeldet haben, Hoffnung, dass sich künftig wieder fünf Frauen die Arbeit teilen. Michael Länge

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