Hoher Schaden durch Feuer in Villa Hirzel

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Die Feuerwehr musste in der Nacht zum Donnerstag einen Brand in der Gaststätte der Villa Hirzel löschen.
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Schätzungsweise 400 000 Euro vor allem durch Rauchgas in der Gaststätte. Brandschutzvorhang verhindert Schlimmeres. Wirt will nach Sanierung wieder eröffnen.

Schwäbisch Gmünd

Auf 400 000 Euro wird der Sachschaden taxiert, der in der Nacht zum Donnerstag bei einem Brand im Restaurant der Villa Hirzel entstand. Offenbar hat moderne Brandschutztechnik einen noch weitaus größeren Schaden verhindert.

Am Donnerstagvormittag bot das Restaurant, das wegen des Corona-Lockdowns ohnehin geschlossen ist, einen trostlosen Anblick: Neben dem Aufgang zur Terrasse liegt Brandschutt, die Tür zur Gaststätte und auch der Haupteingang des Hotels sind mit Polizeisiegeln gesichert. Die Ursache dafür lag wenige Stunden zurück: Gegen 0.30 Uhr war die Gmünder Feuerwehr durch die im Gebäude installierte Meldeanlage alarmiert worden. 26 Kräfte rückten an, gelangten über die Terrasse in den Gastraum und gingen die Flammen an, die sich dort auf den Bereich eines Weinschranks konzentrierten. Das Feuer hatten die Wehrleute rasch gelöscht und öffneten dann auch die mit Spreu gefüllte Decke, um eventuelle Glutnester ausschließen zu können.

Als großer Vorteil, so der Gmünder Feuerwehrkommandant Uwe Schubert, erwies sich ein Brandschutzvorhang, der bei Auslösen des Alarms herunterging und so den Gastro- vom Foyerbereich abriegelte. Ein solcher Vorhang, sagt Schubert, kann den Flammen mindestens 30 Minuten lang standhalten. Dadurch sei wohl vermieden worden, dass sich die Flammen und vor allem der Rauch auf den restlichen Bereich des Erdgeschosses und die oberen Etagen ausweitete.

Der gebürtige Gmünder Gerald Feig, der die Villa Hirzel aufwändig zum Hotel saniert hatte, weist darauf hin, dass sich die auch feuerschutztechnisch hohen Investitionen in die Sanierung der Fabrikantenvilla gelohnt haben. Obwohl er das Gebäude vor kurzem an die Fellbacher Wohninvest GmbH verkauft habe, "liegt es mir sehr am Herzen".

Es liegt mir sehr am Herzen.

Gerald Feig, früherer Besitzer der Villa Hirzel

Der Betreiber des Restaurants, Sride Sriskandarayah, kündigt an, die Gaststätte wieder zu eröffnen. Das Lokal habe einen guten Ruf genossen, das soll fortgeführt werden. Sein Wunsch: Nach Sanierung zusammen mit dem Ende des Lockdowns wieder zu eröffnen. Sriskandarayahs Firma betreibt neun Gaststätten im Großraum Gmünd.

Vorerst jedoch bleibt das Restaurant in der Villa Hirzel polizeilich versiegelt, sagt Polizeisprecher Rudolf Biehlmaier. Die Kriminaltechniker untersuchten am Donnerstag bereits den Brandort. Die Ermittlungen gehen weiter, labortechnische Untersuchungen und ein Gutachten müssen noch folgen. Der Sachschaden sei vor allem durch das Rauchgas entstanden, das sich auf Mobiliar, Boden und Wände legte. Sride Siskandarayah berichtet, dass er das Restaurant erst im August vergangenen Jahres mit hohen Investitionen – zum Beispiel für eine Akkustikdecke – neu gestaltet hat.

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