Hussenhofen: Fußgängerampel statt Zebrastreifen gefordert

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Der Zebrastreifen beim Bezirksamt Hussenhofen soll nach Ansicht einiger Bürger durch eine Ampelanlage ersetzt werden.
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Hussenhofener Bürger pochen auf mehr Verkehrssicherheit beim Hussenhofener Bezirksamt.

Gmünd-Hussenhofen. In den vergangenen fünf Jahren gab es am Zebrastreifen in der Hauptstraße, auf Höhe des Bezirksamts und der Kirche drei Verkehrsunfälle, bei denen drei Personen verletzt wurden. Ein Umstand, der so manchem Bürger schwer im Magen liegt. Problem ist, dass Verkehrsteilnehmer, die aus der Panoramastraße auf die Hauptstraße einbiegen, oft nur nach links schauen, ob ein Fahrzeug kommt - und nach rechts auf die Hauptstraße einbiegend. „Dabei nehmen sie den Zebrastreifen nur sehr spät wahr.“ Das sei die Unfallursache Nummer eins an dieser Stelle, da sind sich besorgte Bürger sicher.

Aus diesem Grund übergab Walter Horch nun im Namen der Hussenhofener eine Unterschriftenliste mit 123 Signaturen, in denen eine Fußgängerampel anstatt des dortigen Zebrastreifens gefordert wird. Ortsvorsteher Josef Heissenberger nahm die Liste entgegen und wird sie nun an die Stadt Schwäbisch Gmünd weiterleiten. Zudem wolle er sich dafür stark machen, dass eine Verkehrsschau mit den Behörden vor Ort die Situation in Augenschein nimmt. Heissenberger hofft, dass dieses Treffen möglichst zeitnah stattfindet.

Momentan wird die Ortsdurchfahrt in Hussenhofen saniert. Die Bürgerinnen un Bürger, die die Liste unterschrieben haben, hoffen nun, dass im Zusammenhang mit diesen Bauarbeiten eine Fußgängerampel den Zebrastreifen ersetzen wird. Zumal viele Kinder an dieser Stelle die Straße queren, um zum Spielplatz unterhalb des Bezirksamts an der Rems zu kommen.

Die bauliche Zukunft

In einem weiteren Punkt befassten sich die Ortschaftsräte um Josef Heissenberger mit der baulichen Zukunft im Gmünder Stadtteil. Ein entsprechender Flächennutzungsplan soll bis zum Jahr 2035 die Weichen für Bauland stellen.

In Bezug auf Hussenhofen erläuterte die stellvertretende Amtsleiterin für Stadtentwicklung, Birgit Pedoth, dass die „Reuteäcker“ mit 1,8 Hektar sowie zwei Flächen in Zimmern mit insgesamt einem knappen Hektar sowie ein Mischgebiet an der Hauptstraße mit 0,7 Hektar als Bauland vorgesehen sind. Diese Flächen haben sich aus einer Untersuchung ergeben, in der die Gesamtflächen nach einem Kriterienkatalog unter die Lupe genommen wurden. Ökologie, Ökonomie, Mobilität und viele weiteren Kriterien wurden hierbei zugrunde gelegt.

Nicht im Flächennutzungsplan bis 2035 integriert sollen zwei Potenzialflächen werden. Zum einen die „Steinwiesen“ mit knapp drei Hektar und die „Baumgärten“ mit vier Hektar Bauland. Allesamt Gebiete nördlich der Bahntrasse und der Hauptstraße, zu erschließen über die Panoramastraße. Da diese bereits jetzt durch viel Durchgangsverkehr von Herlikofen her belastet ist, hakten die Ortschaftsräte nach. Birgit Pedoth machte deutlich, dass, sofern eine Bebauung stattfindet, natürlich auch die Verkehrsfrage tiefergehend untersucht werde.

Thomas Kaiser machte sich dafür stark, auch Alternativflächen zu haben – sofern Grundstücksverhandlungen im Bereich „Reuteäcker“ nicht positiv verlaufen. Er erkundigte sich, ob nicht zumindest der untere Teil der „Baumgärten“, die als Potenzialfläche vermerkt sind, ebenfalls in den Flächennutzungsplan bis 2035 aufgenommen werden könnten. Die Sprache war von zwei Hektar. „Das wäre eine Arrondierung zur bestehenden Bebauung“, argumentierten er und Heissenberger. Pedoth signalisierte, diesen Vorschlag „mitzunehmen“ in die Verwaltung. Schlechtere Bebauungsmöglichkeiten hätte „Baumgärten“ im oberen Teil, da es hier ebenso wie im Bereich „Steinwiesen“ Biotopverbunde und Grünzäsuren gibt. Dass es dringend neuen Bedarf an Bauland gibt, unterstrich Heissenberger. Den Blick hatte er hierbei auf der sinkenden Einwohnerzahl in Hussenhofener. Diese ist in den vergangenen fünf Jahren um fünf Prozent gesunken.

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