Im November im Bauausschuss: Wohnungen an der Salvatorvilla

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Die Salvatorvilla unterhalb des Salvators im Herbst. Der Schorndorfer Investor und gebürtige Gmünder Gerald Feig will dort in der Villa und in drei Neubauten unterhalb der Villa in einem Mehrgenerationen-Wohnmodell bis zu 30 Wohnungen errichten.
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Gerald Feig wird den Stadträten veränderte Planungen vorstellen. Der Investor ist offen für Gespräche über Wohnprojekt am Gleispark.

Schwäbisch Gmünd

Der Schorndorfer Investor und gebürtige Gmünder Gerald Feig wird seine überarbeiteten Pläne für Wohnungen in der und um die Salvatorvilla am Mittwoch, 11. November, den Stadträten des Bauausschusses vorstellen. Danach sollen in der Villa sieben Wohnungen entstehen. Weitere Wohnungen sollen nicht mehr in vier, sondern nur noch in drei Gebäuden unterhalb der Villa gebaut werden. Insgesamt sinkt die Zahl der ursprünglich vorgesehenen etwa 40 Wohnungen auf unter 30 Wohnungen. Die drei Gebäude unterhalb der Villa liegen an der Salvatorstraße. Eines davon hat drei Vollgeschosse und ein Penthouse. Ein weiteres, das mittlere, hat drei Vollgeschosse. Und das dritte, das östliche Gebäude, hat zwei Vollgeschosse und ein Penthouse. Damit senken sich die Gebäude in Richtung des Parks östlich der Villa ab, um "die Sicht der Villa nicht zu beeinträchtigen", sagt Feig. Das ursprünglich auf Höhe der Villa geplante Terrassenhaus entfällt komplett. All diese Veränderungen ergaben sich aus Gesprächen des Investors mit Bürgern, darunter Mitglieder des Salvator-Freundeskreises und Vertreter der Münstergemeinde.

Feig hat seine Pläne auch dem Karlsruher Büro "berchtoldkrass space&options" zur Verfügung gestellt. Das Büro hat die Untersuchung "Klimagerechtes Flächenmanagement Schwäbisch Gmünd" erstellt. Eine Antwort, wie das Büro Feigs Vorhaben in Bezug aufs Klima bewertet, steht noch aus. Nachdem Feig sein Projekt erstmals im Gemeinderat vorgestellt hat, wurden auch in Leserbriefen kritische Stimmen laut. Über einen Bericht der Gmünder Tagespost hat Gerald Feig den Kritikern einen Dialog angeboten. Ein erstes Gespräch gab es nun mit Dr. Hans-Peter Trah von der Bürgerinitiative (BI) Taubental und mit Rudolf Berkenhoff von der Initiative Lex Gamundia, die auf den Erhalt wertvoller und historischer Bausubstanz in Gmünd achtet. Diese Gespräche bewertet Feig als gut. Er habe seine Anliegen deutlich gemacht: die Villa sanieren und alters- und behindertengerechten Wohnraum schaffen, der von verschiedenen Generationen genutzt wird. Ein solches Modell, sagt Feig, ließe sich auch an anderer Stelle, auf dem Gleispark oder in der Weststadt, umsetzen.

Trah, der das Gespräch ebenfalls begrüßte, stellte Feig das Konzept "Grünes Wohnen am Gleispark" der Taubental-BI vor. Dieses sieht vor, den nördlichen Teil unterhalb des Salvators als Park zu erhalten. Im südlichen Teil, auf dem Gleispark, soll westlich der Sporteinrichtungen ein neuer Stadtteil, ein "Modellstadtteil", mit 60 bis 80 Wohnungen, Kita, Metzger, Bäcker und Kneipe entstehen. Er sei von dieser Idee angetan, sagt dazu Feig. Unter der Voraussetzung, dass die BI "zeitnah ein Umsetzungs- und Finanzierungskonzept" vorlege, könne er sich einen "Engagement-Wechsel" vorstellen. Wichtig ist Feig dabei, dass Salvatorvilla und Park auch ohne Neubauten denkmalgerecht saniert werden. Trah will nun, gemeinsam mit Feig, das Gespräch mit der Stadt suchen.

Das war ein gutes und sachliches Gespräch.

Gerald Feig zum Dialog mit der Bürgerinitiatve Taubental

Mit Berkenhoff gebe es keinen Dissens, sagt Feig. Er spreche sich dafür aus, dass bei der Umsetzung von Neubauten darauf geachtet werde, dass diese architektonisch und kulturhistorisch angemessen in die Salvatorumgebung eingebunden werden.

Auf dem Gleispark könnte sich die Bürgerinitiative Taubental einen "Modellstadtteil" vorstellen.

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